Wer was in Altenessen baut

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Am 19. Januar steht in der Zeche Carl die nächste Stadtteil-Konferenz an. Die Bürger werden über Bauvorhaben und Entwicklungspotenziale informiert.

Altenessen..  Ganz Essen schaut am 19. Januar auf den großen Entscheid zur Zukunft der Messe. Ganz Essen? In Altenessen kann man sich da nicht so sicher sein. Die Altenessener werden wahrscheinlich schon vorab ihre Stimme zum Thema Messe abgeben, denn am Wahl-Sonntag steht für sie ihr eigenes Örtchen im Fokus: Dann findet in der Zeche Carl die dritte Stadtteil-Konferenz statt. Thema dieses Mal: „Vom Bahnhof bis zur Marina – wer plant was in Altenessen.“

Die Stadtteil-Konferenzen gibt es zwar erst seit März 2013, aber sie werden in Altenessen schon jetzt geschätzt. Denn die Bürger des Stadtteils, der sicherlich nicht den besten Ruf in der Stadt genießt, haben gemerkt, dass sie sich auf diesem Wege in die Entwicklung ihrer unmittelbaren Umgebung einbringen können. 300 Teilnehmer waren bei der Premiere der Veranstaltung vor knapp einem Jahr, zu der die evangelische Kirche Altenessen-Karnap, die katholische Gemeinde St. Johann Baptist, die umtriebige Interessengemeinschaft Altenessen sowie der Essener Verbund der Immigrantenvereine eingeladen hatten. Klaus Wermker, ehemaliger Chef der Stadtentwicklung und damals wie am 19. Januar wieder Moderator, zeigte sich überwältigt von der Resonanz. In interessierter Runde mit Kirchenmitgliedern, Vereinssportler, Politikern, sozial engagierten Menschen, Geschäftsleuten und weiteren aktiven Bürgern wurden Problemfelder definiert und die ersten Schritte für künftige Stadtteil-Konferenzen geplant.

Bahnhof und Marina im Fokus

Die erste Fortsetzung stand dann im September 2013 an. Über 200 Teilnehmer diskutierten erneut in der Zeche Carl über die Sauberkeit und das gepflegte (oder weniger gepflegte) Stadtbild von Altenessen. Dieses Mal wurde in zwölf Kleingruppen mit verschiedenen Unterthemen gearbeitet. „Dabei gingen alle sehr engagiert zu Werke“, bilanzierte Tanja Rutkowski vom Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Uni Duisburg-Essen. Sie begleitet die Konferenz. In der Folge machten sich die ersten Aufräumtrupps auf den Weg.

Bei der dritten Auflage am 19. Januar wird nun das Augenmerk auf die baulichen Entwicklungen im Stadtteil gelegt. Die Organisatoren haben dazu Mitarbeiter des Planungsamts der Stadt eingeladen. Sie werden geplante Bauvorhaben und Entwicklungspotenziale aus einzelnen Bereichen des Stadtteils präsentieren. Diese sollen Altenessen nachhaltig verändern und idealerweise aufwerten. Im Fokus: Das Umfeld des Bahnhofs sowie die Marina zwischen Altenessener Straße und Nordsternstraße.

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