Essen

Wer macht so etwas? Zwei Waisen-Lämmchen aus Jugendfarm in Essen gestohlen - Geschwisterchen zurückgelassen!

„Nala“ (links) wurde von der Jugendfarm in Altenessen gestohlen. Ihre Schwester „Nele“ (rechts) war deshalb ziemlich verstört.
„Nala“ (links) wurde von der Jugendfarm in Altenessen gestohlen. Ihre Schwester „Nele“ (rechts) war deshalb ziemlich verstört.
Foto: Jugendfarm Essen
  • Zwei Lämmchen sind aus der Jugendfarm in Essen gestohlen worden
  • Täter klauten die zahmen Tiere Sonntagnacht
  • Das dritte Geschwisterchen wurde auf dem Hof zurückgelassen
  • Jugendfarm hofft auf deine Hinweise, um die Lämmchen doch noch zurück zu bekommen

Essen. Einfach nur fassungslos sind die Sozialarbeiter der Jugendfarm in Altenessen. Normalerweise leben in der Einrichtung der Essener Jugendhilfe Ziegen, Pfaue, Schweine, Hühner, Gänse, Esel, Pferde gemeinsam mit den drei Lämmchen-Drillingen „Maja“, „Nala“ und „Nele“ zusammen.

Die Tiere sollen Stadtkindern die Möglichkeit geben, Natur ganz in ihrer Nähe kennen zu lernen.

„Fassungslos“

Nun fehlt von zwei Jungschafen allerdings jede Spur. „Völlig fassungslos mussten wir feststellen, dass unsere beiden Kamerunschafmix-Kinder gestohlen wurden", heißt es auf der Facebook-Seite der Jugendfarm.

„Das muss Sonntagnacht passiert sein, als die Tiere in ihrem Gehege übernachtet haben", vermutet Sabrina Holtbecker, Sozialarbeiterin der Jugendhilfe.

Als die Tierpädagogin am Montagmorgen das Gelände nahe des Bürgerpark Kuhlhof im Essener Norden betrat, ahnte sie schon, dass etwas nicht stimmt.

„Nele“ sei völlig aufgebracht gewesen, so Heultbecker.

„Wollen uns nicht ausmalen, wie es ihnen nun ergeht"

Schließlich waren ihre Geschwister nicht mehr da. „Die Drei waren unser Trio-Infernale. Seit wir sie im Sommer aufgezogen haben", so Holtbecker.

„Wir wissen gar nicht in Worte zu fassen, wie schlimm wir es finden, dass diese beiden süßen Lämmchen wahrscheinlich schlichtweg wegen ihrer Zutraulichkeit die einfachste Beute waren und wir wollen uns nicht ausmalen, wie es ihnen ergangen ist oder ergeht", geht das Posting, das bisher hundertfach geteilt wurde, weiter.

Holtbecker: „Nele war nicht so zutraulich zu Menschen. Deshalb wurde sie wohl nicht gestohlen."

Tierfarm steckt in einem Dilemma

„Nala“, „Maja“ und „Nele“ hatten seit ihrer Geburt kein einfaches Lämmer-Leben. Ihre Mutter starb und sie wurden von Ersatzmüttern aufgezogen. Und jetzt, „wo sie Vertrauen zu den großen, hektischen Menschen gefasst haben, wird dieses ihnen zum Verhängnis", klagen die Mitarbeiter der Jugendfarm.

Rund um die Farm befindet sich ein hoher Zaun. Nicht genug, um die Täter von ihrem Diebstahl abzuhalten. Die Jugendfarm steckt nun in einem Dilemma: Soll sie ihre Tiere künftig über Nacht einschließen? Holtbecker: „Damit würden wir aber das Wohl der Tiere einschränken."

Doch nur so könne verhindert werden, dass „Menschen über die Spazierwege einbrechen und Tiere klauen", heißt es im Facebook-Post.

Noch hat die Farm die Hoffnung nicht aufgegeben. Die Polizei ist eingeschaltet, in ihrem Post bitten sie um Hinweise. Wenn du „Nala“ und „Maja“ in deiner Nachbarschaft gesehen hast, dann melde dich unter jugendfarm@jh-essen.de oder 0151-11458024.

(ds)

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