Weltkriegsbombe in Essen-Rüttenscheid um 23 Uhr entschärft

Die Baustelle an der Veronikastraße in Essen-Rüttenscheid. Hier wurde der Blindgänger am Freitagmittag entdeckt.
Die Baustelle an der Veronikastraße in Essen-Rüttenscheid. Hier wurde der Blindgänger am Freitagmittag entdeckt.
Foto: Stefan Arend / FUNKE Foto Services
In Essen-Rüttenscheid ist am Freitagmittag auf einer Baustelle eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der Blindgänger wurde noch am Abend entschärft.

Essen.. Am Freitagmittag hat ein Arbeiter auf einer Baustelle an der Veronikastraße (circa in Höhe der Hausnummer 20) in Essen-Rüttenscheid einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagszünder, die im Bereich des Messeparkplatzes P2 lag, wurde am Freitagabend entschärft.

Über den Großeinsatz haben wir am Freitag in Echtzeit berichtet. Die Chronik des Großeinsatzes in Essen-Rüttenscheid:

23 Uhr: Der Blindgänger in Rüttenscheid wurde erfolgreich entschärft. Die Stadt wird nun nach und nach die Straßensperren aufheben und die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

22.37 Uhr: Frank Höpp vom Kampfmittelbeseitigungsdienst hat mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe begonnen.

21.56 Uhr: Die Einsatzkräfte sind aktuell auf ihrem letzten Kontrollgang durch die Evakuierungszone. Einige Anwohner, die beispielsweise gehbehindert sind, werden mit einem Evag-Bus aus dem 250-Meter-Radius gebracht. "Wir kommen gut voran", sagt Stadtsprecherin Jeanette von Lanken zum derzeitigen Stand der Evakuierung.

21.32 Uhr: Die Evakuierung in Rüttenscheid dauert weiter an. Einige Anwohner wollen ihre Wohnungen nicht freiwillig verlassen. Solange aber der 250-Meter-Radius um den Fundort der Bombe nicht geräumt ist, kann Sprengmeister Frank Höpp nicht mit der Entschärfung beginnen.

21.20 Uhr: Wie viele Bomben befinden sich noch in den Böden in NRW? Warum können die Blindgänger nicht einfach im Boden bleiben? Wie werden die Blindgänger gefunden? Einige Fragen und Antworten zum Thema Weltkriegsbomben gibt es hier.

20.48 Uhr: Frank Höpp vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf wird heute die Weltkriegsbombe in Rüttenscheid entschärfen.

20.24 Uhr: Die Stadt hat alle Sperrstellen am inneren und äußeren Ring geschlossen. Insgesamt 240 Einsatzkräfte sind an der Evakuierung beteiligt - 76 davon gehen aktuell in der Evakuierungszone immer noch von Haustür zu Haustür und kontrollieren, ob Anwohner in den Wohnungen sind. Mehrmals klingeln die Einsatzkräfte an jeder Tür. "Wir dürfen nicht entschärfen, wenn wir uns nicht sicher sind, dass alle Leute die Evakuierungszone verlassen haben", sagt von Lanken.

20 Uhr: Die Stadt hat die Sperrstellen im Evakuierungsbereich geschlossen. Bürger können nun nicht mehr in den 250-Meter-Radius hineinfahren oder hineingehen.

Kneipen müssen Außenbereiche schließen

19.30 Uhr: Die Mundus-Senioren-Residenz im Giradethaus muss nicht evakuiert werden. Zwar liege ein kleiner Teil des Gebäudes in der Evakuierungszone, erklärt von Lanken, doch die Senioren, die in diesem Bereich wohnen, müssen nur in einen anderen Teil des Gebäudes gehen. Ihnen bleibt also die Fahrt in die Betreuungsstelle an der Elbestraße 6 erspart.

19.19 Uhr: Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes gehen derweil innerhalb der Evakuierungszone von Haustür zu Haustür und informieren die Anwohner, dass sie ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Stadt appelliert erneut: Nur wenn die Evakuierungszone schnell geräumt sei, könne mit der Entschärfung begonnen werden.

19.10 Uhr: Auch auf den ÖPNV hat die Bombenentschärfung Auswirkungen: Die Evag-Linie 142 entfällt zwischen Stadtwaldplatz und Martinstraße, die Haltestellen Krupp-Krankenhaus und Wittenbergstraße werden nicht angefahren. Auf der Linie 146 entfallen die Haltestellen Wittenbergstraße, Walpurgisstraße, Paulinenstraße, und Rosastraße. Die Linien 160 und 161 fahren nicht zwischen Töpferstraße und Martinstraße, die Haltestellen Paulinenstraße und Karolinenstraße entfallen.

19 Uhr: Das Girardethaus bleibt – abgesehen vom Parkhaus – von der Evakuierung verschont. Allerdings müssen ansässige Kneipen – auch entlang der Wittekindstraße – während der Entschärfung Türen und Fenster geschlossen halten und ihre Außenbereiche räumen. Auf dem Areal, auf dem der Blindgänger gefunden wurde, baut die Hopfgruppe derzeit 56 Eigentumswohnungen.

Sperrstellen, Betreuungsstelle und Bürgertelefon

18.44 Uhr: Die Evakuierung in Rüttenscheid hat begonnen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes fahren durch die Straßen, die im 250-Meter-Radius liegen, und informieren die Anwohner über Lautsprecher, dass sie ihre Wohnungen verlassen sollen.

18.38 Uhr: Die Stadt hat eine Karte mit den Sperrstellen sowie der Evakuierungszone (innerer Kreis) veröffentlicht:

18.25 Uhr: Die Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg müssen seit Anfang vergangenen Jahres in den meisten Fällen sofort entschärft werden, wenn sie entdeckt werden. So sieht es seither ein Erlass der Bezirksregierung vor.

17.52 Uhr: Die Betreuungsstelle im Gemeindehaus an der Elbestraße wird laut Stadt um 18 Uhr geöffnet.

17.20 Uhr: Circa 1500 Menschen sind von der Evakuierung betroffen. Die Stadt bittet die Anwohner in der Evakuierungszone ihre Wohnungen zu verlassen, sobald das Ordnungsamt die ersten Durchsagen auf den Straßen macht. Je schneller der Bereich geräumt sei, desto schneller könne entschärft werden.

17.07 Uhr: Die Stadt hat eine Bürgerhotline für betroffene Anwohner freigeschaltet: 0201-1238888. Eine Betreuungsstelle wird im Gemeindehaus an der Elbestraße 6 eingerichtet.

16.36 Uhr: Nach dem Bombenfund in Rüttenscheid wird in einem Umkreis von 250 Metern um den Fundort an der Veronikastraße die Umgebung evakuiert. "Die Vorbereitungen dafür laufen", so Stadtsprecherin von Lanken. In einem Umkreis von 500 Metern sollen die Anwohner während der Entschärfung in ihren Wohnungen bleiben, die Fenster schließen und Abstand von den Fenstern halten.

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