Weltkriegsbombe in Essen-Altenessen ist seit 18.10 Uhr entschärft

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Montag eine Weltkriegsbombe in Essen-Altenessen entschärft.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat am Montag eine Weltkriegsbombe in Essen-Altenessen entschärft.
Foto: WAZ FotoPool
Bei Vorbereitungen für ein Flüchtlingsdorf ist in Essen ein Blindgänger entdeckt worden. Über 2000 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen. Um etwa 17.48 Uhr konnte der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnen.

Essen. Bei den Vorbereitungen für ein Zeltdorf für Flüchtlinge ist am Montagvormittag eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem 2. Weltkrieg in Essen-Altenessen entdeckt worden. Der Fundort liegt am Berthold-Beitz-Boulevard/Ecke Erbslöhstraße auf der Sportanlage, wo Sondierungsarbeiten stattfinden. Die Stadt plant dort eine mobile Unterkunft für Flüchtlinge. Wir haben den Artikel bis zur Entschärfung der Bombe um 18.10 Uhr fortlaufend aktualisiert.

18.10 Uhr: Entwarnung! Der Blindgänger auf der Sportanlage ist entschärft. Sprengmeister Peter Giesecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung konnte der britischen Fünf-Zentner-Bombe den Aufschlagzünder ziehen.

17.48 Uhr: Die Entschärfung der Bombe hat begonnen.

17.35 Uhr: Noch immer hat der Sprengmeister kein grünes Licht von der Einsatzleitung. Gelegenheit für einen Blick zurück in die traurige Zeit, als die britische Fünf-Zentner-Bombe abgeworfen wurde: zur Galerie

16.45 Uhr: Die Stadt teilt mir: "Die Evakuierung läuft weiterhin. Es ist derzeit geplant, dass um 17 Uhr auch der äußere Kreis zugezogen wird. Der Bereich kann dann nicht mehr betreten werden."

15 Uhr: Entwarnung: Eine zweite Bombe hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst nicht gefunden. Es bleibt bei einem Blindgänger, der britischen Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Die Evakuierung läuft.

14.50 Uhr: Die EVAG informiert: Ab 15 Uhr findet bis zur Entwarnung in den Bahnen der Linien U11/U17 kein Fahrgastwechsel am Bahnhof Bamlerstraße statt. Auch die Linie 196 ist betroffen, folgende Haltestellen entfallen während der Evakuierung und Entschärfung ab 15 Uhr: "Gewerbepark M1, M1 Tenderweg, M1 Gießereweg, Bamler Servicepark, Zangenstr., Bamlerstr., Ellernplatz, Stadtwiese, Grillostr., Universitätsstr., Rheinischer Platz und Viehofer Platz".

14.48 Uhr: In Kürze kann niemand mehr in die Evakuierungszone (innerer Kreis) fahren oder gehen. Danach müssen die Menschen diesen Gefahrenbereich verlassen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes informieren die Nachbarschaften auch über Lautsprecherdurchsagen.

14.20 Uhr: Betroffene Anwohner können sich für die Zeit der Evakuierung beim Maltheser Hilfsdienst aufhalten, der dafür eigens seine Fahrzeughalle an der Hilgerstraße 19 hergerichtet hat.

14.08 Uhr: Die EVAG verspricht, schnellstmöglich über Behinderungen und Ausfälle durch den Einsatz zu informieren:

13.46 Uhr: Laut Feuerwehrsprecher Mike Filzen wird zurzeit geprüft, ob in der Nähe der Fundestelle noch eine zweite Fliegerbombe liegt.

13.45 Uhr: Im Laufe des Tages werden 550 Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen (Evakuierungszone, innerer Bereich, siehe Karte). Weitere 1600 Menschen haben ihr Zuhause in der Sicherheitszone (äußerer Bereich): Sie dürfen sich während der Entschärfung nicht im Freien aufhalten und sollen Fenster und Türen geschlossen halten (äußerer Bereich). Die Zahlen hat uns Feuerwehrsprecher Mike Filzen genannt.

Die Anwohner werden über Lautsprecherdurchsagen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes und Hilfsorganisationen vor Ort informiert. Ein Betreuungsplatz für Anwohnerinnen und Anwohner, die ihre Wohnung verlassen müssen, wird derzeit eingerichtet. "Lage und Uhrzeit werden in Kürze bekannt gegeben", meldet das Presseamt der Stadtverwaltung.

13.18 Uhr: Die Gladbecker Straße (B 224) wird nach aktuellem Stand nicht gesperrt werden müssen. Die gefundene Fliegerbombe ist nach Angaben der Stadt tatsächlich "nur" fünf und nicht zehn Zentner schwer.

13 Uhr: Der Blindgänger wird laut Feuerwehr noch heute entschärft, die Uhrzeit stehe noch nicht fest, sagte Feuerwehrsprecher Mike Filzen. Derzeit trifft sich der Krisenstab aus Mitarbeitern der Stadt, Polizei und Feuerwehr, um das weitere Vorgehen zu planen.

Fest steht, dass 1100 Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen, wenn es sich um eine Fünf-Zentner-Bombe handelt, sagt Filzen. In diesem Fall bleibe die Hauptverkehrsstraße B 224 in dem Bereich für den Verkehr offen. Stellt sich jedoch heraus, dass es ein schwerer Blindgänger ist, dann wird die B 224 gesperrt werden müssen.

Die Stadtverwaltung hat eine Informationshotline eingerichtet. Betroffene können sich unter der Telefonnummer 0201/123 88 88 informieren. (sag/pw)