Welt-Musik als gelebte Völkerverständigung

Als Richard Bona zum Abschluss eines farbenreichen Konzerts in der Philharmonie seinen Zuhörern mit einem zärtlich-verträumten Solo eine „Gute Nacht“ wünschte, da ahnte noch niemand im Saal, dass dieser Freitagabend alles andere als gut enden würde.

Dabei hatte der singende Bassist aus Kamerun mit seiner astrein zwischen Jazz, Fusion, Latin und World Music changierenden Band zuvor gezeigt, wie das klingt, wenn sich unterschiedliche kulturelle Einflüsse treffen. Welt-Musik im besten Sinne. Der Kubaner Ludwig Afonso trommelte coole Grooves, die Isamu McGregor am Keyboard zusammen mit dem Gitarristen Adam Stoler lässig kolorierte. In die afrikanisch inspirierte Heiterkeit wob Richard Bona seinen warm pulsierenden Fünf-Saiter, wozu Tatum Greenblatt duftige Trompeten-Akzente setzte.

Über der originellen Melange schwebte obendrein die flexible Stimme des 48-jährigen Bandleaders, der in seiner Muttersprache Douala unverständliche Geschichten erzählte. Das von ihm geschickt eingebundene Publikum genoss den abwechslungsreichen Auftritt dennoch sichtlich und erlebte eine klasse Band, die souverän bewies, dass (Welt-) Musik gelebte Völkerverständigung ist.

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