Weihnachtsmarkt: Tierschützerinnen greifen Mäuseroulette-Zuschauer an

Beim Spiel "Mäuseroulette" können Mitspieler auf ein Tor  beziehungsweise auf ein Feld setzen, in bzw. auf das die Maus als erstes laufen wird. Archivbild: Jan Dinter / WAZ FotoPool
Beim Spiel "Mäuseroulette" können Mitspieler auf ein Tor beziehungsweise auf ein Feld setzen, in bzw. auf das die Maus als erstes laufen wird. Archivbild: Jan Dinter / WAZ FotoPool
Streitpunkt "Mäuseroulette": Zwei Frauen sollen am Samstag Besucher und Schausteller auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Essen angegriffen haben.

Essen. Tierschützerinnen haben am Samstagabend Besucher des Essener Weihnachtsmarktes angegriffen. Das berichtet die Polizei Essen. Bei der Attacke sei ein Mann (27) mit Sprühfarbe leicht verletzt worden.

Laut Polizei störten zwei Frauen gegen 18 Uhr den Stand mit dem sogenannten "Mäuseroulette". Die Frauen, so die Polizei, seien der Meinung, dass das Spiel eine Quälerei der kleinen Nager ist. Beim Mäuseroulette müssen die Weihnachtsmarkt-Besucher erraten, welchen Weg die Mäuse auf einem Spielfeld, einem hölzernen Rund, nehmen.

Laut Polizei versuchten die beiden Frauen zunächst mit einer eigenen überlauten Musikbox den Ablauf des Mäuseroulettes zu stören. Dann sollen sie mit roter Sprayfarbe und einem Skateboard Besucher und Aussteller angegriffen haben. Dabei wurde ein 27-Jähriger durch die Sprayfarbe leicht im Gesicht verletzt. Unklar ist laut Polizei, inwieweit das mitgeführte Skateboard eingesetzt wurde.

Noch bevor die Polizei eintraf, flüchteten die Frauen. Die Beamten vermuten, dass es sich um Mutter und Tochter handelt. Die Mutter soll etwa 30 Jahre alt und schlank sein. Sie hatte blonde lange Haare, trug eine Brille und einen hellen Mantel. Die Tochter soll circa 16 Jahre alt und sehr schlank sein. Sie hatte das Skateboard dabei. Ihre blonden Haare waren zu Dreadlocks eingedreht. Sie trug, so ein Polizeisprecher, "ein Cap und einen Hippie-Poncho". Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/8290 entgegen.