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Weihnachtsmarkt Essen: Stadt denkt sich kuriose Alternative aus – doch nicht alle sind begeistert

Wegen Corona gibt es in Essen in diesem Jahr keinen klassischen Weihnachtsmarkt. Doch die Stadt hat sich eine Alternative überlegt.
Wegen Corona gibt es in Essen in diesem Jahr keinen klassischen Weihnachtsmarkt. Doch die Stadt hat sich eine Alternative überlegt.
Foto: Fabian Vogel (FUNKE Foto Services)

Essen. Keine leuchtenden Buden, kein wärmender Glühwein an einem kalten Winterabend – auch in Essen wird es im Corona-Jahr 2020 keinen klassischen Weihnachtsmarkt geben.

Doch komplett verzichten will die Stadt darauf wohl auch in Pandemie-Zeiten nicht – und auch für die Schausteller ist der Verkauf ihrer Produkte überlebenswichtig. Deshalb soll der Weihnachtsmarkt Essen nun auf alternative Art und Weise stattfinden.

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Weihnachtsmarkt Essen: Online-Shop statt Glühwein-Bummel?

Die Idee: Der Weihnachtsmarkt Essen zieht vom Willy-Brandt-Platz ins Internet um! Anfang der Woche teilten die Veranstalter auf Facebook mit, dass Interessenten sich über die Website „www.visitessen.de“ die gewünschten Produkte aussuchen und direkt mit den jeweiligen Händlern in Kontakt treten können.

Auf Räuchermännchen oder Christbaumschmuck muss also niemand verzichten. Doch nicht alle Besucher gingen zum Shoppen auf den Weihnachtsmarkt.

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Viele genossen einfach die wohlige Atmosphäre zwischen Weihnachtsbeleuchtung und Glühweinstand. Ein digitaler Weihnachtsmarkt stößt bei ihnen auf eher wenig Zuspruch.

Diskussionen in den Kommentaren

„Das werde ich definitiv nicht unterstützen“, schreibt eine Userin. „Ich bin ein absoluter Fan von Weihnachtsmärkten, genieße dort die Zeit und die vorweihnachtliche Atmosphäre, den Geruch von Glühwein, gebrannten Mandeln und alle anderen schönen Dinge. Weihnachtsmarkt online, nein danke. Am Ende soll man sich noch dran gewöhnen.“

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Ein weiterer Nutzer pflichtet ihr bei: „Ich verbinde einen Weihnachtsmarkt mit entsprechender Athmosphäre. Die kann kein Onlineshop der Welt bieten.“

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Doch die kritischen Stimmen ernten eine Menge Gegenwind – zum Teil sogar von betroffenen Schaustellern selbst. „An Ihnen scheint ja Corona komplett vorbei gezogen zu sein“, meint ein angeblicher Budenbesitzer, der sich „sehr“ über dieses Angebot der Stadt Essen freut. „Wir Aussteller denken bei sowas eher ans Überleben – und im Moment zweitrangig ans Weihnachtsfeeling.“

Weihnachtsmärkte auch mit Hygienekonzept untersagt

Ein wirkungsvolles Hygienekonzept des Essener Weihnachtsmarktes wäre offenbar auch keine Lösung gewesen. Das erklären die Veranstalter auf Anfrage einiger User: „Es ist untersagt, derzeit einen Weihnachtsmarkt durchzuführen. Wir hatten ein gutes Hygiene-Konzept entwickelt, aber die Entscheidung einer Absage für November kam von der Regierung. Wir hatten/haben es nicht in der Hand.“ (at)

 
 

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