Was sich BMX-Fahrer Janek Wentzky von den Ruhr Games erhofft

Janke Wenzky (24) übt schon einmal für seinen Wettkampf bei den Ruhrgames
Janke Wenzky (24) übt schon einmal für seinen Wettkampf bei den Ruhrgames
Foto: Funke Foto Services
Der 24-jährige Janek Wentzky ist einer der besten deutschen BMX-Fahrer. Der Essener tritt bei den Ruhr Games gegen 50 andere BMX-Fahrer an.

Essen.. Mit seinem BMX-Rad auf Zwanzig-Zoll-Rädern fährt er die Rampe hoch, dann nimmt er Anschwung, fährt runter, die andere Rampe hinauf und: springt. Ein relativ einfacher Stunt für Janek Wentzky. „Dabei kann mir nichts passieren“, sagt der 24-jährige Essener. Er kennt seine Grenzen und ist einer der besten deutschen BMX-Fahrer – heißt es in der Szene. Da Janek so gut ist, wurde er auch von einem Freund gefragt, ob er nicht bei den Ruhr Games mitfahren möchte. Mehr als 10.000 jugendliche Sportler aus ganz Europa treten dabei in unterschiedlichsten Wettbewerben gegeneinander an.

„Es ist gut, dass hier nicht nur olympische Disziplinen vorgestellt werden, sondern auch Randsportarten gefördert und ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden“, sagt der 24-Jährige. Er selbst tritt gegen 50 andere junge Fahrer an – zwei kommen aus England. „Die werden besonders gut sein, da das BMX-Fahren dort und in den USA mehr gefördert und vermarktet wird als bei uns“, weiß Janek.

Janek möchte BMX-Fahren nach vorne bringen

Er freut sich über die vielen Mitstreiter in seiner Sportart. Denn er selbst hat lange versucht, die BMX-Szene im Ruhrgebiet nach vorne zu bringen. Angefangen hat es alles mit 13 Jahren, als er die älteren Schüler beobachtet hat, wie sie mit ihren Rädern auf dem Schulhof fuhren. Er probierte es selbst aus, schaffte sogar beim ersten Mal einen Sprung über einen Stein – und seine Leidenschaft war entbrannt. Das erste Rad wünschte er sich zum 14. Geburtstag. „Beim BMX-Fahren bekomme ich den Kopf frei, ich habe durch den Sport Disziplin gelernt. Es tut mir einfach gut“, erklärt der Essener.

Ruhr Games Nachdem er mit der Schule fertig war, gründete er dann den Verein „Creative Wheels“. Die Mitglieder bauten einen Skatepark auf, der musste aber wieder abgerissen werden, da das gemietete Grundstück so nicht genutzt werden durfte. In dieser Zeit konnte er auch Sponsoren für sich gewinnen – Unity Distribution stellt ihm sein Fahrrad, Nike seine Sportklamotten. „Das ist in Deutschland schon ein Beweis, dass man semi-professionell fährt“, erklärt Janek, der sein Abitur am Ruhr-Kolleg macht. Danach will er studieren – am liebsten möchte er seinen Beruf mit dem Fahren verbinden. Zur Zeit fährt er mit seinen Freunden in seiner Freizeit meist auf der Straße – immer auf der Suche nach einem passenden Platz. „Wir fahren auch gerne auf Zollverein, suchen immer Strecken mit Hindernissen“, erklärt Janek. Sportparks nutzt er kaum, die Strecken sind meistens vorgegeben und die Hindernisse wären oft ohne Konzept aufgestellt worden.

„Ich bin bekannt für mein aggressives und rücksichtsloses Fahren“, erklärt der Sportler. Wobei er ruhiger geworden sei, sagt er. Der Grund: Bei einem Sprung brach er sich das Handgelenk – musste aussetzten. „Aber wenn man sein Limit kennt, passiert eigentlich nichts.“ Bei den Ruhr Games tritt er auf der Mini-Rampe an. Die Vorrunde beginnt am Donnerstag um 12 Uhr, das Finale ist für Samstag 13 Uhr angesetzt.

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