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Essen

Was machen Eisdielenbesitzer eigentlich im Winter? Wir haben mit dem Inhaber von Essens beliebtester Eisdiele gesprochen

Die Besitzer von Eis Casal Davide de Toni und Simonetta Pasqualotti haben auch im Winter einiges zu tun.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Die Eisdiele Casal in Essen hat von Mitte Oktober bis Mitte Februar geschlossen
  • Aber warum ist das eigentlich so und was machen die Besitzer im Winter?
  • Wir haben nachgefragt
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Essen. Der Winter ist längst angekommen im Ruhrgebiet. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist sogar schon der erste Schnee gefallen. Viele Eisdielen haben in der kalten Jahreszeit geschlossen.

Doch warum ist das überhaupt so? Und was machen die Besitzer eigentlich im Winter? Wir haben mit Davide de Toni, Inhaber von Eis Casal in Essen-Frohnhausen, gesprochen. Beim Voting von DER WESTEN war die Frohnhauser Eisdiele die beliebteste von ganz Essen.

Ein Grund ist die Tradition

„Einerseits ist es Tradition. Es war schon immer so, dass Eisdielen geschlossen haben, sobald die Tage kürzer wurden“, sagt de Toni. „Das hat natürlich auch viel mit den fallenden Temperaturen zu tun.“

Heutzutage sei es allerdings häufig so, dass beispielsweise Eiscafés in Einkaufscentern ganzjährig geöffnet haben. „Andere versuchen mit Produkten wie Waffeln oder Hot Brownies die Kunden im Winter anzulocken. Wir verstehen uns als traditionelle Eisdiele.“

Im Winter wird renoviert

Doch Tradition ist längst nicht der einzige Grund, warum die beliebteste Eisdiele Essens von Mitte Oktober bis Mitte Februar dicht bleibt. „Wir nutzen die Zeit, um im nächsten Jahr für unsere Kunden noch attraktiver zu werden und ihnen noch mehr bieten zu können“, so de Toni, der vor 20 Jahren das Lokal von seinem Vater übernahm.

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Dann werde die Eisdiele renoviert und je nach Bedarf auch umstrukturiert. „Natürlich müssen auch die Maschinen und die Kühltheke gewartet werden.“

Auch Nachhaltigkeit sei ein wichtiges Thema. „Im Sommer bereiten wir das Eis je nach Bedarf mehrmals am Tag frisch zu. Im Winter wäre die Gefahr groß, dass am Ende etwas weggeschmissen werden muss. Das möchten wir möglichst vermeiden. Aus Gründen der Nachhaltigkeit.“

Eismessen sorgen für Inspiration

Oft sind Davide de Toni und seine Frau Simonetta Pasqualotti aber auch in ihrer Heimat Italien. Allerdings in der Regel nicht, um Urlaub zu machen.

„Dort finden jetzt verschiedene Eismessen statt. Bald bin ich zum Beispiel bei einer fünftägigen Messe in Rimini. Da lasse ich mich gerne inspirieren, sammle Ideen und tausche mich mit Kollegen aus.“

Im Februar geht es wieder los

Dann nimmt er sich auch gerne ein bisschen Zeit, um neue Sorten zu kreieren. In der Hauptsaison von Mai bis August bleibt dafür nämlich keine Zeit. „Wir haben täglich von 11 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Oft müssen wir sehr, sehr früh aufstehen, weil nachts schon die Milch geliefert wird.“

Bis dahin ist zwar noch etwas Zeit, in gut zwei Monaten wollen Davide de Toni und Simonetta Pasqualotti aber die Kunden wieder mit ihren insgesamt 36 Eisspezialitäten verwöhnen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch die ein oder andere dazu.

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