Essen

Warum Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen von der Regierung eine Obergrenze für Flüchtlinge verlangt

Thomas Kufen hat sich für eine Obergrenze bei der Zuwanderung stark gemacht.
Thomas Kufen hat sich für eine Obergrenze bei der Zuwanderung stark gemacht.
Foto: Stefan Arend
  • Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hat sich für eine Begrenzung bei der Zuwanderung ausgesprochen
  • Gegen die CDU und die SPD erhebt er schwere Vorwürfe

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hat die Asylpolitik der Bundesregierung kritisiert. Für ihn könne nur eine Begrenzung die Städte vor einer Überforderung retten.

Aus Kufens Sicht sei es fatal gewesen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Kontrahent Martin Schulz im Wahlkampf gesagt haben, dass sie in dieser Hinsicht „alles noch mal genauso machen würden“. Dies berichtet die WAZ.

Grund für viele AfD-Wähler

Genau solche Reden seien auch mitentscheidend für das Wachstum der AfD gewesen. „Ignorieren bestimmter Themen, pauschale Ausgrenzung oder juristische Winkelzüge haben Wählerinnen und Wähler nicht davon abgehalten, sich in der Wahlkabine für eine bestimmte Partei zu entscheiden.“

Gerade im Essener Norden wurde die AfD sehr häufig gewählt, zuungunsten der SPD. Die Menschen hätten so die „Veränderung in ihren Städten wahrgenommen“, so Kufen.

Essen zahlt 60 Millionen Euro für Integrationsmaßnahmen aus eigener Hand

An seiner eigenen Partei, der CDU, störe ihn vor allem, dass das Wahlergebnis recht gleichgültig hingenommen wurde und die Realität aus den Augen verloren wird. In Essen würden beispielsweise „gestiegene Flüchtlingszahlen, das diffuse Gefühl mangelnder Sicherheit, Bildungsbenachteiligung oder Desintegration“ den sozialen Frieden beeinträchtigen.

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Zudem kritisiert Kufen, dass eine finanzschwache Stadt wie Essen im Jahr 2017 mehr als 60 Millionen für Integrationsmaßnahmen aus eigener Hand zahlen müsse.

„Wir erbringen hier eine Integrationsleistung für ganz Deutschland, und ich merke noch keine ausreichende Rückendeckung von Bund und Land.“

Den ganzen WAZ-Artikel kannst du hier nachlesen.

(fr)

 

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