Essen

Warum das Land NRW ein Essener Flüchtlingsheim bis zum Jahr 2041 gemietet hat

Das Land NRW hat die Erstaufnahmeeinrichtung in Essen-Fischlaken bis 2041 gemietet.
Das Land NRW hat die Erstaufnahmeeinrichtung in Essen-Fischlaken bis 2041 gemietet.
Foto: Ulrich von Born/ FUNKE Foto Services  
  • Land NRW mietete 2015 viele Immobilien als Flüchtlingsheim an
  • Darunter auch die Erstaufnahmeeinrichtung in Essen-Fischlaken
  • Unfassbar lange Mietverträge

Essen. Unter dem Druck der Flüchtlingskrise hat das Land Nordrhein-Westfalen offenbar hektisch gearbeitet - und ungewöhnlich lange Mietverträge abgeschlossen. Die Behörden haben die Flüchtlingsunterkunft in Essen-Fischlaken bis 2041 angemietet.

Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten André Kuper an die Landesregierung hervor. Die „langfristige“ Mietung in Essen ist aber kein Einzelfall.

So rechtfertigt sich NRW-Innenminister Jäger

Ein Flüchtlingsheim am Möhnesee wurde bis 2035 gemietet, die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Neuss sogar bis zum 31. Januar 2042. Wie konnte das passieren?

NRW-Innenminister Ralf Jäger spricht von einer „extremen Situation“, die 2015 geherrscht habe. In dieser Zeit galt es laut Jäger, die Flüchtlinge „schnell und menschenwürdig“ unterzubringen: „Innerhalb weniger Monate“ habe man „von rund 14.000 Plätzen im Juli 2015 auf rund 85.000 Plätze im Dezember 2015 aufgestockt.“

Flüchtlingsheime werden nicht mehr genutzt

Viele Flüchtlingsheime werden mittlerweile nicht mehr genutzt. Dazu gehören neben dem Essener Opti-Park auch Unterkünfte in Kerken, Hagen und Düsseldorf. Die Kosten für die angemieteten Unterbringungen liegen ´für das Land NRW aktuell bei monatlich 3,6 Millionen Euro.

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