Vorwürfe gegen Mr. Wash in Essen sind nicht aus der Welt

Gerd Niewerth
Der Waschstraßen-Betreiber „Mr. Wash“ ist ins Visier des Datenschutzbeauftragten geraten. Unser Bild zeigt die Filiale auf der Hans-Böckler-Straße
Der Waschstraßen-Betreiber „Mr. Wash“ ist ins Visier des Datenschutzbeauftragten geraten. Unser Bild zeigt die Filiale auf der Hans-Böckler-Straße
Foto: Essen
Dem Waschstraßen-Unternehmen steht im Verdacht, seine rund 800 Mitarbeiter in den 33 Betrieben mit Videokameras auf gesetzeswidrige Weise überwacht zu haben. Während sich das Unternehmen nach dem ersten Kontrollbesuch schon entlastet fühlt, dringt der Datenschutzbeauftragte weiter auf Aufklärung.

Essen. Hat der Essener Waschstraßen-Betreiber Mr. Wash seine rund 800 Beschäftigten in bundesweit 33 Niederlassungen ausspioniert? Dazu geben das Unternehmen und der Datenschutzbeauftragte NRW Erklärungen ab, die voneinander abweichen.

Nach dem Kontrollbesuch von drei Mitarbeitern der Landesbehörde in zwei Filialen erklärte Mr. Wash: „Es wurden in diesen beiden Betrieben keine Hinweise dafür gefunden, dass Mr. Wash verdeckte Kameras einsetzt oder seine Mitarbeiter in den Pausenräumen überwacht.“

Demgegenüber sagt Nils Schröder, Sprecher des NRW-Datenschutzbeauftragten: „Wir haben nur zwei von 33 Betrieben kontrolliert. Der Verdacht, das Unternehmen benutze auf gesetzeswidrige Weise Überwachungskameras zur Kontrolle seiner Mitarbeiter, ist nicht aus der Welt.“

Die Landesbehörde hat dem Unternehmen eine Frist von drei Wochen gesetzt, um einen detaillierten Fragenkatalog zu beantworten.