Vom Hofverkauf zum Landgasthaus

Foto: WAZ Fotopool

Oefte.  . Dafür, dass er diesen Berufsweg eigentlich nie geplant hat, hält es Karsten Küll schon ziemlich lange in der Gastronomie aus. Um präzise zu sein, genau seit 20 Jahren. So lange betreibt er nun schon das Landgasthaus Oefter Wald.

Dabei kam er eher zufällig an den Laden: „Auf einer Party lernte ich den Erben des Hofes kennen, ein paar Biere später waren wir uns einig“, erinnert sich Küll, der zuvor Jura studierte und eine Kaufmannslehre absolvierte.

Der 49-Jährige übernahm die idyllisch gelegene Gaststätte von Landwirt Köppen. Das ehemalige Bauernhaus liegt inmitten von Wiesen und Feldern. Vor rund 50 Jahren begann Familie Köppen an diesem Ort mit einem kleinen Hofverkauf. Überwiegend Kaffee und Kuchen für die zahlreichen Wanderer standen auf der überschaubaren Speisenkarte.

Diese Zeiten sind lange vorbei – spätestens als Küll die Räumlichkeiten übernahm, änderte sich das Konzept grundlegend. Den einstigen Pferdestall funktionierte er zu einer Partyscheune um, und im alten Hühnerstall befindet sich heute die Küche. Lediglich die rustikalen Holzelemente und ein paar andere, alte Details blieben erhalten und erinnern an die Vergangenheit.

Die Wanderer, die kommen allerdings immer noch zuhauf. Genauso wie die Hunde-Gassi-Geher, die Spaziergänger, die Mountainbiker oder auch die, die den Weg durch die Serpentinen mit dem Auto bewältigen und den Ausblick im Biergarten genießen möchten.

Wer es geschafft hat. wird vonKüll und seinem Team mit Speisen, wie sie unterschiedlicher eigentlich gar nicht sein können, versorgt. „Bratkartoffeln haben bei uns genau denselben Stellenwert wie der Hummer.“ Die Speisenkarte zumindest zeigt sie gleichwertig.

Im Sommer darf es dann auch mal etwas leichter sein. Im Winter wartet das deftige Rittermahl - ein Vier-Gänge-Menü, zu dem typischerweise kein Besteck gereicht wird.

Abgesehen von den verschiedenen Speisenangeboten geht es da oben auf dem Berg auch sonst recht abwechslungsreich zu. Geburtstagsfeiern lassen sich hier genauso feiern wie Hochzeiten. Ein „hauseigener“ Pastor nimmt sogar Trauungen vor Ort vor. Als nächstes steht erst mal eine „i-Dötzchen-Party“ auf dem Veranstaltungskalender. Abi-Partys kann ja jeder ...

 
 

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