Viel Zuspruch für runden Tisch in Frohnhausen

Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Der runde Tisch für das Flüchtlingsdorf in Frohnhausen hat seine Arbeit aufgenommen. Am Sonntag stellt er sich auf dem Frohnhauser Markt vor.

Frohnhausen..  Der runde Tisch für das Flüchtlingsdorf Hamburger Straße hat seine Arbeit aufgenommen. Auf dem Frohnhauser Maifest am Sonntag, 1. Mai, werden die Ehrenamtlichen über ihre Arbeit informieren. Zu berichten haben sie eine Menge Positives aus dem Umfeld und aus dem Dorf.

„Jetzt, wo die 380 Bewohner die Zelte bezogen haben, ist es hier in Frohnhausen viel einfacher geworden. Es hilft in der Nachbarschaft enorm, die Menschen nun auch zu sehen – und ich glaube, dass die vielen Kinder im Dorf das Eis brechen“, berichtet Theo Körber, einer der Organisatoren des runden Tisches Hamburger Straße. „Gegenüber ist ein Kinderspielplatz, der früher nie so richtig genutzt wurde. Jetzt ist er voll“, freut er sich.

Viel Zuspruch haben er und die rund zwölf Ehrenamtlichen, die die vielfältigen Arbeiten des runden Tisches organisieren, in den vergangenen Wochen bekommen. Rund 150 Freiwillige beteiligen sich auf die eine oder andere Art bei der Flüchtlingshilfe oder halten sich zumindest auf dem Laufenden. Dabei ist schon einiges erreicht worden.

In den Gemeinden sind Kleiderkammern eingerichtet worden, im Apostelladen hinter der Apostelkirche von der evangelischen Gemeinde und in St. Elisabeth. „Außerdem gibt es noch eine private Kleiderkammer in einer Garage“, so Körber. Er bittet aber alle Spender, sich über den tatsächlichen Bedarf auf der umfangreichen Internetseite des Runden Tisches (www.runder-tisch-hamburger-strasse.de) zu informieren und sich bei Angeboten per E-Mail an den Administrator zu wenden. Gesucht werden derzeit u.a. Rollatoren oder Gehhilfen, großes Kinderspielzeug wie Bobby-Cars, Tretroller, Pedalos und ähnliches.

Sprachunterricht läuft gerade an

Der Sprachunterricht für die Flüchtlinge läuft derzeit an. Eine Vorstellungsrunde hat es bereits gegeben, das Organisatorische ist geklärt. Die Deutschkurse sollen bald starten. Die Kinderbetreuung läuft bereits. An jedem Donnerstag macht das Spielmobil des katholischen Zweckverbandes Halt an der Hamburger Straße. Wenn die Deutschkurse begonnen haben, wollen Mitglieder des runden Tisches parallel eine Kinderbetreuung anbieten.

Auch das Freizeitprogramm kommt langsam auf Touren. Freikarten für die Gruga hat man schon bekommen, demnächst soll es auch zu einem Heimspiel von Rot-Weiss Essen gehen. Möglichkeiten zum Musizieren – einige Flüchtlinge sind Musiker – wird das Falkenheim am Thiesbürgerweg bieten. Die Ehrenamtlichen, die sich für handwerklich-kreative Freizeitgestaltung gemeldet haben, sammeln derzeit Material zum Malen, Häkeln oder Stricken. „Das haben wir langsam angehen lassen, die Flüchtlinge sollten zunächst einmal ankommen“, schildert Theo Körber.

Einen Patendienst wollen die Ehrenamtlichen ebenfalls auf die Beine stellen. Dabei soll den Flüchtlingen ein fester Ansprechpartner an die Seite gestellt werden, der über das gesellschaftliche Leben in Deutschland, über Ämter und vieles mehr informiert. Theo Körber: „Hierzu könnten wir noch Freiwillige gebrauchen, die sowohl arabisch als auch deutsch sprechen.“

Und auch in den bisweilen beengten Verhältnissen im Flüchtlingsdorf richtet man sich derzeit ein. „Wir sind gerade dabei, uns um einen abschließbaren Container zu kümmern, in dem wir u.a. Spielzeug unterbringen können“, so Körber. Wer also so eine Box besitzt, die nicht viel größer als drei mal drei Meter sein sollte, der kann sich bei den Mitgliedern des runden Tisches melden.

Theo Körber ist mit dem Zwischenfazit des runden Tisches durchweg zufrieden: „Es ist auch für uns überraschend, wie viele Menschen aus Frohnhausen sich beteiligen.“

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