Vermisster Pierre Pahlke - Polizeihunde verfolgen Spur auf A40 und A3

Auch an den Auf- und Abfahrten der Autobahn A 3 in Richtung Holland entdeckten die Such-Teams Spuren des vermissten Pierre Pahlke.
Auch an den Auf- und Abfahrten der Autobahn A 3 in Richtung Holland entdeckten die Such-Teams Spuren des vermissten Pierre Pahlke.
Foto: Stephan Witte
Fast sieben Wochen nach dem Verschwinden des 21-jährigen Esseners Pierre Pahlke hat die Polizei am Sonntag spezielle Suchhunde eingesetzt. Dazu war am frühen Morgen auch die A40 in Richtung Duisburg zeitweise gesperrt. Auch an der A3 suchten die Hunde.

Essen/Oberhausen.. Die Polizei gibt nicht auf: Seit bald sieben Wochen fehlt vom Essen Pierre Pahlke jede Spur. Laut Polizei gibt es viele Hinweise, die noch zu untersuchen sind. Am Sonntagmorgen setzten Beamte spezielle Suchhunde, sogenannte Mantrailern, ein - ganz bewusst am frühen Morgen: denn der Weg führte unter anderem über die Autobahn 40 von Essen Richtung Duisburg.

"Wir haben extra eine verkehrsarme Zeit gewählt", erklärte eine Polizeisprecherin am Morgen auf Anfrage. Von Essen-Kray aus führte der Weg des Such-Teams über die A 40, im Kreuz Kaiserberg auf die A 3 und von dort in Richtung der niederländischen Grenze. Den Grenzübergang Elten hatten die Trupps gegen 11.30 Uhr erreicht. Für die Such-Aktion wurden die Autobahnen abschnittweise jeweils für wenige Minuten gesperrt. Zu größeren Staus kam es nicht.

A40 und A3 abschnittweise gesperrt

Bei der Essener Polizei spricht man nicht von einer heißen Spur, wohl aber von einer wichtigen, die man nicht auslassen wollte. Es gebe nun auch Ermittlungsansätze, die in Richtung Holland führen, sagte eine Sprecherin. Ein Indiz dafür, dass sich der Vermisste nun in den Niederlanden aufhält, ist das noch nicht. Bereits Anfang Oktober wurde mit Suchhunden nach Pierre Pahlke gesucht - damals in der Nachbarschaft seines Wohnortes, der Heimstatt Engelbert auf der Manderscheidtstraße.

Der 21-jährige Pierre Pahlke ist seit dem 17. September vermisst. „Wir müssen aber auch eine schwere Straftat oder ein Kapitalverbrechen befürchten.“ Pierre habe sich immer nur in einem kleinen Bereich bewegt und hätte sich nicht weit entfernt. „Die Gefahr wird von Tag zu Tag größer. Wir haben keine Spuren gefunden, die auf eine Vermisstensache hindeuten“, hieß es bei der Polizei einen Monat nach dem Verschwinden; an der Sachlage hat sich nach wie vor nichts geändert.

Pierre Pahlke ist trotz seiner 21 Jahre geistig auf dem Niveau eines Vier- bis Siebenjährigen. Dass er freiwillig das Weite gesucht haben könnte oder sein altes Leben absichtlich hinter sich gelassen haben soll, „ist das einzige, was wir wirklich ausschließen“, heißt es bei der Polizei. (dae/sk/WE)

 
 

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