Verlängerung der 105 wird konkreter

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Frintrop..  Die bereits zum zweiten Mal anvisierte Verlängerung der Straßenbahnlinie 105 von der Unterstraße nach Oberhausen wertet der SPD-Ortsverein Frintrop als „wichtige Investition für das Zusammenwachsen der Städte im Ruhrgebiet“. „Nach unserer Auffassung ist die Durchstreckung der Linie 105 eine der wichtigsten Infrastrukturprojekte der heutigen Zeit. Die direkte Städteverbindung ist für die SPD Frintrop eine längst überfällige Maßnahme“, erklärt Peter Lotz, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins. Auch die Frintroper Kaufmannschaft steht heute hinter dem Ausbau.

Damit sitzen die örtlichen Sozialdemokraten mit Michael Groschek, NRW-Verkehrsminister, in der gleichen Straßenbahn. Der aus Oberhausen stammende Sozialdemokrat hat „das Projekt Linie 105“ inzwischen an die Spitze der Ministeriums-Bauliste gesetzt. Die Schiene habe wieder hohe Priorität, bestätigt der parlamentarische Staatssekretär Horst Becker. Auch die Oberhausener Ratsmehrheit – SPD, Grüne und FDP – hat das Projekt erneut beschlossen.

Entsprechend groß ist jetzt der Druck, die Schienen in absehbarer Zeit wirklich zu verlegen. Große Änderungen an der Trassenführung sehen die Oberhausener Stadtplaner um Dezernent Peter Klunk nicht. Die Entwürfe für die Streckenverlängerung ab Unterfrintrop sind bereits acht Jahre alt, sind bisher nicht realisiert. Baurecht und Planfeststellung sind inzwischen verfallen. Aber es soll ein vereinfachtes Wiederholungsverfahren geben. Die Straßenbahnen sollen ab 2018 bis zur so genannten Nahverkehrstrasse am Centro in Oberhausen durchfahren.

„Der Wirtschaftsstandort der Region Essen–Oberhausen wird von diesem Projekt profitieren, die Städte rücken noch näher zusammen“, erklärt Peter Lotz. „Viele Frintroper haben in persönlichen Gesprächen die zu verlängernde Linie 105 begrüßt.“

Die Gleise sollen von der derzeitigen Endhaltestelle „Unterstraße“ in einem Bogen über das ehemalige Stahlwerksgelände bis zur Haltestelle „Neue Mitte“ verlegt werden. Durch diese neue Verbindung wären das Einkaufszentrum Limbecker Platz und das Centro ohne Umsteigen mit dem öffentlichen Nahverkehr verbunden.

Die Baukosten für den 3,3 Kilometer langen Lückenschluss betragen ca. 78 Millionen Euro. Diese teilen sich die Stadt Oberhausen (200 000 Euro), die Oberhausener Verkehrsbetriebe (knapp 13 Millionen), das Land NRW (eine Million). Der Bund soll 64,3 Millionen Euro übernehmen.

 
 

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