Verkehrsverbund Via: Externe Berater sollen nun helfen

Getrennt oder gemeinsam weiter? Die Zukunft von „Via“ steht in den Sternen.
Getrennt oder gemeinsam weiter? Die Zukunft von „Via“ steht in den Sternen.
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Die Oberbürgermeister der Städte Essen, Mülheim und Duisburg einigen sich auf die Inanspruchnahme fremder Hilfe zur inhaltlichen Beratung.

Essen/Mülheim/Duisburg. Die fragliche gemeinsame Zukunft des Verkehrsverbundes Via soll jetzt durch externe Gutachter gesichert werden. Das teilten die Oberbürgermeister der Städte Essen, Mülheim und Duisburg am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Der anstehende Prozess der Weiterentwicklung soll „durch unabhängige Expertise extern begleitet werden“, heißt es in einem Schreiben, das auch von den SPD- und CDU-Ratsfraktionen der Städte getragen wird. „Es geht dabei sowohl um eine inhaltliche Beratung als auch um die konkrete Begleitung und Moderation des Prozesses.“

„Ziel aus dem Blick geraten“

Die Fusion der Nahverkehrsunternehmen Evag (Essen), MVG (Mülheim) und DVG (Duisburg), beschlossen im Jahr 2009, sollte wirtschaftlich und logistisch Vorteile für die Städte und ihre Nahverkehrsunternehmen bringen. „Leider ist dieses Ziel ein wenig aus dem Blick geraten“, stellen Dagmar Mühlenfeld (Mülheim), Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß und Sören Link (Duisburg) fest. Eine „Vielzahl von Akteuren“ habe in drei Städten „mit teilweise unterschiedlichen Interessen vielleicht nicht zu jeder Zeit an dem gleichen Bild gezeichnet.“ Zuletzt stand das gesamte Vorhaben in aller Deutlichkeit zur Disposition. Kritik am Alleingang einzelner Städte oder Interessenvertreter war immer lauter geworden.

Eingerichtet werden soll außerdem ein „politischer Lenkungskreis“, der aus den Fraktionsvorsitzenden der drei Städte besteht.

 
 

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