Verdächtiger RWE-Hooligan schweigt im Fall der Nazi-Doku

In der VIP-Lounge von RWE wurde am 22. November 2013 der Dokumentarfilm "Blut muss fließen" über die Neonazi-Szene in Deutschland gezeigt.
In der VIP-Lounge von RWE wurde am 22. November 2013 der Dokumentarfilm "Blut muss fließen" über die Neonazi-Szene in Deutschland gezeigt.
Foto: WAZ FotoPool
Vor drei Monaten hatten mutmaßliche Hooligans aus dem Umfeld des Fußball-Vereins Rot-Weiss Essen die Vorführung der Filmdokumentation "Blut muss fließen" über die Neonazi-Szene in Deutschland „gesprengt“. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln seitdem in dem Fall. Ein Verdächtiger schweigt.

Essen.. Auch mehr als drei Monate, nachdem mutmaßliche Hooligans aus dem Umfeld von Rot-Weiss Essen beim Awo-Fanprojekt eine Filmdokumentation zur rechten Musikszene „gesprengt“ haben, sind die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft noch nicht zu einem Ende gekommen.

Ein 35-Jähriger, der von Anwesenden als einer der Beteiligten identifiziert worden war, ist zwar inzwischen vernommen worden. Der Mann verweigerte jedoch jegliche Aussage zur Sache, teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Die Ermittlungen dauern an.

Mitte Oktober hatte eine Gruppe offenbar gewaltbereiter RWE-Fans die Vorführung des Doku-Films „Blut muss fließen“ unterbunden. Als Zeichen gegen Rechts wurde der Film daraufhin im November im Stadion Essen gezeigt.

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