Unternehmer klagen über den Nahverkehr

Der Essener Unternehmensverband warnt vor einem Investitionsstau im öffentlichen Nahverkehr. Hauptgeschäftsführer Ulrich Kanders warnt: „Die Ergebnisse sind alarmierend.“

Er beruft sich dabei auf die jüngste Studie der Hans-Böckler-Stiftung, wonach bundesweit vier Milliarden Euro für Investitionen in Bahn und Bus fehlen. „Die Auswirkungen für die Berufspendler werden deshalb gravierend sein“, befürchtet Kanders.

Die Essener Verkehrsgesellschaft Evag hat schon wiederholt auf das Problem aufmerksam gemacht, dass sie in den nächsten zehn Jahren mehr als 400 Millionen Euro allein in den Schienenverkehr investieren muss, aber die Finanzierung bisher nicht gesichert ist So gibt es für die Instandsetzung der in die Jahre gekommenen U-Bahn-Technik bisher keine Zuschüsse.

Der Essener Unternehmensverband bewertet den öffentlichen Nahverkehr insgesamt im Ruhrgebiet als „drittklassig.“ Nötig sei eine Zukunftsstrategie, um Kooperationen von städtischen Verkehrsgesellschaften zu fördern. „Eine stärkere Zusammenarbeit ist das Gebot der Stunde“, so Kanders. Damit spricht der Verband auch die jetzige Via-Krise an. Sie sei eine „äußerst unerfreuliche Konsequenz des Gegeneinanders der Städte“. Kanders: „Mit dieser Haltung manövriert sich das Ruhrgebiet selbst auf das Abstellgleis.“

 
 

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