Umweltschützer unterstützen die Bewerbung in kopenhagen

Der Runde UmweltTisch Essen (Rute), der Zusammenschluss der Essener Natur- und Umweltschutz-Initiativen, -Vereine und -Verbände, der Bürger- und Verkehrsinitiativen und die Mobilitätswerkstadt (MWS) für die Metropole Ruhr drücken Raskob & Co. die Daumen: „Das gute Abschneiden Essens in der ersten Runde ist ein objektiver Nachweis, welchen Wandel unsere Stadt in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht hat“, sagt Georg Nesselhauf, Sprecher der MWS. Dies betreffe besonders den Wandel zu einer immer grüneren Stadt mit „neuer und innovativer Nutzung ehemaliger Brachflächen, der Ausweisung von Naturschutzgebieten und der Öffnung von innenstadtnahen Freiflächen, die jahrelang nicht zugänglich waren“. Nesselauf weiter: „Aber auch der Nutzen und die Wirkung von systematischen Plänen zum Umgang mit Lärm und Feinstaub wird hier fachlich anerkannt.“ Die Angebote der Klimawerkstadt und der Klimaagentur für die Bürger sei in jüngster Vergangenheit ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung gewesen.

„Eine Herausforderung“ sieht man allerdings nach dem schlechten Abschneiden in der ersten Bewerber-Runde in der Kategorie Nahverkehr/Mobilität. Auch hier seien die richtigen Wege eingeschlagen worden: „Bislang wurde kein Bau von weiteren Autobahnen in der Stadt konkretisiert, keine damit verbundenen Eingriffe in Grünflächen und Landschaftsschutzgebiete haben die Bewerbung negativ beeinflusst.“

Der barrierefreie Ausbau des Nahverkehrs sowie neue Mobilitätsformen habe die Stadt erfolgreich in ihrer Bewerbung präsentiert: „Die Unterstützung für Car-Sharing, der immer weiter fortschreitende Ausbau von Radwegen und ausgeweitete Angebote von Leihfahrrädern sind wichtige Bausteine für die Mobilität in einer grünen Hauptstadt. Wir sind sicher, dass dies in Kopenhagen hervorragend dargestellt werden wird“, so Nesselhauf.

Das in dieser Kategorie für das Jahr 2035 formulierte Ziel, für die vier Verkehrsarten ÖPNV (Bus und Bahn), MIV (Auto), Fahrrad und zu Fuß gleiche Wegeanteile (je 25% ) zu erreichen, könne jedoch nur gelingen, „wenn die politischen Parteien in unserer Stadt erkennen, welche Chancen dies für die Lebensqualität der Bürger und für eine nachhaltige Stadtentwicklung bieten würde“. Die Politik müsse auch die ökologischen und großen ökonomischen Vorteile erkennen.

 
 

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