Überfall auf Goldhändler in Essen - Spürhund findet Waffe

tosch/pg
Eine Goldankauf-Filiale in Essen wurde am Freitagmorgen überfallen.
Eine Goldankauf-Filiale in Essen wurde am Freitagmorgen überfallen.
Foto: Thorsten Schabelon / WAZ FotoPool
Ein bewaffneter Räuber hat am Freitagmorgen eine Goldhändler-Filiale an der Rüttenscheider Straße in Essen überfallen. Unter anderem schoss der 39-Jährige in dem Geschäft - und traf eine Heizung. Die Polizei stellte den Mann wenig später und fand die Schusswaffe in einem Hinterhof.

Essen. Am Freitag gegen 10.15 Uhr hat ein Räuber (39) die Filiale der Schwäbischen Goldverwertung Reutlingen an der Rüttenscheider Straße in Essen überfallen. Laut Polizei soll der Mann zunächst den Verkauf von Gold vorgetäuscht haben, bevor er plötzlich eine Schusswaffe zog und den Angestellten (69) damit bedrohte. Als sich der Mitarbeiter widersetzte, schoss der Räuber, traf aber glücklicherweise keine Person sondern eine Heizung in dem Geschäftsraum.

Der Täter soll bei dem Überfall rund 3000 Euro erbeutet haben. Anschließend flüchtete der Räuber zu Fuß. Ein Zeuge verfolgte den Räuber, als dieser in die nahegelegene Dorotheenstraße rannte. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an: Zahlreiche Streifenwagen, Beamte der Einsatzhundertschaft mit Mannschaftswagen und Fahrrädern und auch Kradfahrer fahndeten nur wenig später in Rüttenscheid.

Polizei Essen fand die Schusswaffe unter Laub

Auf der Paulinenstraße, an der Ecke zur Emmastraße, kam dem Flüchtenden ein Polizei-Kradfahrer entgegen, der mit einem weiteren Polizisten den Räuber nach wenigen Metern überwältigte. Die Beamten fanden das geraubte Bargeld bei dem Mann.

Nach der Festnahme startete die Polizei eine umfangreiche Suche, da die offenbar scharfe Schusswaffe nicht bei der Durchsuchung des Mannes gefunden wurde. Ein Sprengstoffspürhund und weitere Beamte fanden zunächst versteckte Kleidungsstücke in einem Hinterhof an der Julienstraße, kurz darauf auch eine Waffe, die unter Laub lag.

Das Raubkommissariat des Polizei Essen übernahm die Ermittlungen am Tatort und forderte auch die Spurensicherung an.