Essen

Ein Jahr nach dem Türkei-Referendum: So hat sich die Situation in Essen zwischen Deutschen und Türken entwickelt

Türken feiern das Referendum vor einem Jahr.
Türken feiern das Referendum vor einem Jahr.
Foto: Paul Zinken / dpa

Essen. Vor einem Jahr entschieden sich Tausende Türken in NRW und auch in Essen für das Türkei-Referendum - und damit für eine als undemokratisch geltende Verfassungsreform. Vor allem im Wahlbezirk Essen war die Zustimmung mit 75 Prozent besonders hoch.

Zahlreiche Deutschtürken, unter anderem auch ein Essener Imbiss-Betreiber, hatten nach der klaren Entscheidung pro Erdogan die Befürchtung, dass die Stimmung zwischen Deutschen und Türken in Essen noch mehr kippt.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Vermisster Oberhausener Sascha R. (30) tot aufgefunden

„Liebesbeweis“ – Moderator schockt Helene Fischer mit Tattoo von der Sängerin

• Top-News des Tages:

Nach Protesten: Starbucks verdonnert Mitarbeiter zu Anti-Diskriminierungs-Training

Mehr als 30 tote Katzen im Altkleider-Container gefunden - Kreisverwaltung Wesel bittet um Mithilfe

-------------------------------------

Dass sogar mehr Straftaten durch türkische Mitbürger begangen werden könnten. Schon vorher sagten viele Deutsche als auch Türken, dass es angespannt sei.

Zumindest ein Blick auf die Kriminalstatistik verrät aber, dass die Zahl der Straftaten, die durch türkische Mitbürger verübt wurden, sogar zurückgegangen sind. Waren es 2016 noch 22.266 türkische Tatverdächtige in NRW, sind es 2017 nur noch 21.464 gewesen.

Es sei alles wie immer

Und auch im Gespräch mit Türken und Deutschen in Essen wird eines klar: Die Furcht war umsonst, so scheint es. „Es ist alles wie immer. Nicht mehr und nicht weniger“, sagt eine deutsche Anwohnerin aus Essen-Katernberg.

Ein türkischer Gemüsehändler, explizit betonender Nicht-Erdogan-Wähler, sieht das genauso. Es habe sich nicht wirklich etwas verändert. Die Stimmung sei wie immer, weder entspannt noch angespannt. „Normal halt. Aber wir haben wirklich erwartet, dass es unruhiger wird“, sagt der Gemüsehändler. (fb)

 
 

EURE FAVORITEN