Trauer um Doris Schöttler-Boll

Ihr Name ist heute untrennbar verbunden mit der Alten Schule in Steele. Mehr als ein Vierteljahrhundert hat Doris Schöttler-Boll das Kreativzentrum zu einem Ort des Austauschs und der Begegnung gemacht. Doch auch über die Grenzen Essens war die Folkwang-Schülerin und Beuys-Studentin gut bekannt. Zuletzt war sie in der Städtischen Galerie Bremen in einer Ausstellung mit Boltanski und Polke ausgestellt. Am Donnerstag ist die Künstlerin, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag hätte feiern können, gestorben.

Langjährige Kenner der Essener Kulturszene mögen sich noch an das Projekt „Unter einem Himmel“ erinnern, mit dem sie in den 1980er Jahren im Schloß Borbeck Furore machte. Damals war sie zurück aus Paris, hatte Denker wie Derrida und Althusser getroffen. Im Steeler Atelierhaus wurde sie heimisch. Hier ging es nicht nur um die Vermittlung des eigenen Werks. Mit der Reihe „Personen - Projekte - Perspektiven“ erweiterte Schöttler-Böll den kunstästhetischen Diskurs in alle Bereiche des Lebens – von Dichtkunst über Film bis zur Philosophie.

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