Todesmutig

Engpass für Radfahrer. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich bei den professionellen Radfahrern einen Proteststurm auslöse, muss die Frage erlaubt sein: Haben Radfahrer auf unseren verkehrsreichen Straßen heute noch eine Daseinsberechtigung? Sie brauchen keine Führerscheinprüfung abzulegen und stürzen sich todesmutig oft ohne Helm in den Berufsverkehr. Naiv pochen sie auf ihr Recht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer neben Sattelschlepper und Fünfer-BMW auf der regnerischen Hauptstraße mit Straßenbahnschienen und ohne Fahrradweg anerkannt zu werden und beschweren sich, wenn die Haltestellen für die Niederflurbahnen ausgebaut werden und für sie auf den Straßen kein Platz mehr ist.

Die wenigen Fahrradwege in Essen reichen leider nicht aus, um ein durchgängiges Fahren der schwächsten Verkehrsteilnehmer durch den Stadtverkehr zu gewährleisten. Also bleibt nur eins: Die Fahrradwege weiter ausbauen und bis dahin in der Freizeit in den Wald oder um den See fahren, aber bitte nicht über die Bundesstraße mit 15 km/h.