Essen

Thyssenkrupp: Massiver Stellenabbau in Essen – Hälfte der Stellen werden gestrichen

Thyssenkrupp streicht in Essen die Hälfte aller Stellen.
Thyssenkrupp streicht in Essen die Hälfte aller Stellen.
Foto: Funke Foto Services

Essen. Der Stahlkonzern Thyssenkrupp steckt in der Krise: Im Geschäftsjahr 2018/2019 verbuchte das Unternehmen millionenschwere Verluste. Und das bekommen nun auch die Mitarbeiter zu spüren. Alleine in der Zentrale in Essen werden im nächsten Jahr die Hälfte der Angestellten entlassen.

In der Zentrale von Thyssenkrupp in Essen wird die Zahl der zentralen Funktionen von 15 auf 10 reduziert.

Thyssenkrupp streicht die Hälfte aller Stellen in Essen

Die Anzahl der knapp 800 Mitarbeiter wird auf circa 430 im kommenden Jahr reduziert. Das hat der Konzern am Donnerstagmorgen bekanntgegeben.

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Vorstandsvorsitzende Martina Merz sagt dazu: „Wir drehen gerade jeden Stein im Unternehmen um. Da sehen wir viele Geschäfte, in denen die Verbesserung der Performance eine ganz alltägliche Praxis ist. Wir müssen nicht überall üben, Spitze zu sein. Es gibt Konzernunternehmen, die zu den besten ihrer Branchen gehören. Das darf aber nicht über den dringenden Handlungsbedarf hinwegtäuschen, den wir in anderen Geschäften sehen.“

Zukunft der großen Stahlwerke ist unklar

Die Leistungsfähigkeit aller Geschäfte soll gesteigert werden, zahlreiche Maßnahmen würden umgesetzt, um dies zu erreichen. Im vergangenen Geschäftsjahr sei ein Fehlbetrag von rund 260 Millionen Euro verbucht worden.

Schuld daran sei unter anderem die misslungene Fusion mit dem europäischen Ableger des indischen Konzerns Tata. Durch die Absage sei Thyssenkrupp massiv unter Druck geraten. Wie es mit den großen Stahlwerken in Duisburg, Bochum und Dortmund weitergeht, bleibt vorerst offen.

Aufzug-Geschäft vor dem Aus?

Auch der massive Rückgang der Nachfrage zu Auto-Komponenten in den USA und Westeuropa belaste das Unternehmen. Im automobilen Anlagebau sollen rund 640 der 3500 Jobs wegfallen – jede fünfte Stelle wird demnach gestrichen.

Neben den definitiv geplanten Stellen, die abgebaut werden, könnte sich Thyssenkrupp außerdem vom Aufzug-Geschäft trennen. Das würde eine Stellenstreichung von rund 50.000 Arbeitsplätzen bedeuten. „Es würden derzeit alle Optionen geprüft“, heißt es vom Unternehmen. (fb)

 
 

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