Teilhabe-Karte: DGB sieht Politik am Zug

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Essen fordert von der Politik mehr Anstrengungen, um die Bekanntheit Verbreitung und der Teilhabe-Karte zu erhöhen. „Die Politik sollte im Interesse der Betroffenen darüber nachdenken, wie sich die Personenzahl erhöhen könnte“, sagte Dieter Hillebrand, DGB-Regionsgeschäftsführer. Den Vorschlag der Linken, die Teilhabe-Karte direkt bei der Antragsstellung für Hartz-IV-Leistungen an die Menschen mit auszugeben, hält der DGB für einen „guten und praktikablen Weg“.

Mit der Teilhabe-Karte erhalten Bedürftige Rabatte vornehmlich in städtischen Einrichtungen. Auch Vereine und Kultureinrichtungen gewähren Preisnachlässe. Allerdings nutzen ein Jahr nach ihrer Einführung erst 12 000 Essener die Karte im Scheckkartenformat.

Hillebrand äußerte sich besorgt, dass die Teilhabe-Karte in der aktuellen öffentlichen Debatte zerredet wird. „Ich bin der Meinung, dass rund 12 000 Menschen dieses Angebot rechtfertigen“, so Hillebrand.

Bereits bei der Einführung habe der DGB darauf verwiesen, dass mit diesem Angebot keine Armutsbekämpfung stattfinden kann. Vielmehr habe in der Debatte die Hilfe für die betroffenen Menschen im Vordergrund gestanden.