Tausende „Graue Wölfe“ in der Gruga-Halle

Lautstark skandierten die Mitglieder der „Grauen Wölfe“ am Samstag vor der Grugahalle. Dort fand bereits zum dritten Mal die Tagung der rechtsextremen türkische Vereinigung statt. Foto: Remo Bodo Tietz
Lautstark skandierten die Mitglieder der „Grauen Wölfe“ am Samstag vor der Grugahalle. Dort fand bereits zum dritten Mal die Tagung der rechtsextremen türkische Vereinigung statt. Foto: Remo Bodo Tietz
Foto: WAZ FotoPool
Bei der Jahrestagung der „Grauen Wölfe“ am Samstag in der Gruga-Halle blieb die Lage ruhig. Zu spontanen Gegendemonstrationen kam es nicht. Stattdessen skandierten schon Kinder lautstark und schwenkten Fahnden. Mitglieder aus ganz Deutschland und sogar Frankreich und Holland reisten an.

Essen. Tausende Türken kamen am Samstag zur Tagung der vom Verfassungsschutz beobachteten „Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Deutschland“, besser bekannt als „Graue Wölfe“ in der Grugahalle zusammen. Sogar Busse aus Frankreich und Holland machten in Essen Halt.

Nach Angaben der Polizei blieb die Lage sehr ruhig. Gegen-Demonstrationen waren nicht angemeldet worden und auch ein spontaner Protest blieb aus. Lautstark skandierten die Mitglieder in türkischer Sprache und schwenkten Fahnden. Die Halle war für 6.500 Menschen gebucht worden. Es war bereits das dritte Mal, dass die umstrittene Gruppierung ihre Tagung in der Grugahalle abhalten durfte. Im Vorfeld hatten viele Politiker aus Essen die Genehmigung kritisiert. Oberbürgermeister Paß hatte am Freitag angekündigt, prüfen zu lassen, wie die Vermietung an rechtsextreme Gruppen in Zukunft vermieden werden kann.

Was bei dem Kongress tatsächlich besprochen wurde, bleibt wohl im Dunkeln - die Presse wurde der Halle verwiesen. Einer der Teilnehmer verglich die Veranstaltung mit dem „deutschen Karneval“. Es sei eine Art Folklore, bei der sich die Gruppe aus Deutschland mit Tanz und Gesang vorstellen. Zu den Feindbildern der von übersteigertem Nationalismus geprägten „Grauen Wölfe“ zählen Juden und Homosexuelle. Aus diesem Grund war auch der Verfassungsschutz am Samstag vor Ort.

 
 

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