Wolf kommt ins Shanghai, Kavka ins Peking

Jennifer Schumacher
Der Londoner Patrick Wolf legt am Freitag im Hotel Shanghai auf.
Der Londoner Patrick Wolf legt am Freitag im Hotel Shanghai auf.

Essen.  Eine wahre Invasion guter DJs fällt an diesem Wochenende über die Plattenteller der Essener Clubs herein: Am Freitag legt Markus Kavka im ehemaligen Peaches auf, im Hotel Shanghai wurde das britische Ausnahmetalent Patrick Wolf für ein Set gewonnen.

Diese Party ist einmalig: Zum wohl letzten Mal öffnet das ehemalige Peaches am Freitag seine Türen. Goethebunker-Host Sven Kaufmann tauft die Location für diesen Abend kurzfristig in „Pension Peking“ um - das ist natürlich eine liebevolle Hommage an das Hotel Shanghai. Für die Abrissparty an der Rü hat sich kein geringerer als MTV-Ikone Markus Kavka angekündigt, der beim Auflegen ein echter Gefühlsmensch ist, wie er sagt. Gespielt wird maximaler House, minimaler Techno und gewaltiger Elektro, das alles garniert mit Liedern, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Unterstützt wird Kavka dabei von Sven Kaufmann, Stu Patrics und Bischop (ab 23 Uhr).

Hoch gehandelt wird zurzeit der 27-jährige Londoner Patrick Wolf, dessen bekennender Fan neben der britischen Presse auch Lady Gaga ist. Am 17. Juni erscheint sein neues Album „Lupercalia“, vorher kommt er für ein DJ-Set im Hotel Shanghai vorbei. Seine mitgebrachten Platten bewegen sich irgendwo zwischen Italo, Elektronika und Pop und zeichnen sich durch absolute Tanzbarkeit aus (ab 23 Uhr, zehn Euro).

Mit großer DJ-Auswahl wartet auch das Opium am Freitag auf: Mit den sechs DJs Criss Source, Patrick Valent, Steffen del Popolo, Werner von Lindenau, Marcus the Cook und Tobias Berger darf bei Heartbeats auf zwei Tanzflächen bis zum Morgen durchgefeiert werden (ab 23 Uhr).

Wem der Sinn eher nach dreckigen Gitarren und politisch Inkorrektem steht, sollte Freitag in der Zeche Carl vorbeischauen, wo ab 20 Uhr bei der Reihe „Monsters of Soul“ u.a. die Hamburg/Münchener Combo Superpunk live auf der Bühne steht. Unterstützt werden sie von Al Supersonic und The Teenagers. Zwischen den Konzerten und zur Aftershowparty haben sich DJs wie Michael Wink, Henry Storch, Lars Bulnheim und Javi Frias angekündigt (VVK 15 Euro, AK 20 Euro).

Am Samstag heißt es im Goldclub Abschied nehmen: Zur letzten Party versammeln sich alle Residents noch einmal in trauter Gemeinsamkeit hinterm DJ-Pult zur „D!ebhaus“-Party. Mit dabei sind Spedro aus Berlin und Ben Anders aus Seoul. Zum Abschied gibt’s eine druckvolle Mischung aus House, Dub und Techno, mit der sich das Team um Besitzer Patrick Sokoll von seinen Clubgästen verabschiedet (ab 23 Uhr, zehn Euro).