2000 Untote nehmen beim Zombiewalk zu Halloween die Essener City ein

Keine Angst, alles nur Show: 2000 Zombies
Keine Angst, alles nur Show: 2000 Zombies
Foto: WAZ FotoPool
2000 Teilnehmer aus Deutschland, Belgien und Holland werden am Freitag zum Zombiewalk in der Essener Innenstadt erwartet. Die Grusel-Veranstaltung findet zum achten Mal statt und ist mittlerweile eine der größten bundesweit. Dabei gibt es beim Erschrecken klare Regeln.

Essen. Ihre Gesichter sind bleich und blutverschmiert, die Augen leer. Zerfetzte Klamotten hängen an ihnen herab, der Gang ist schwerfällig. Doch keine Angst: Wenn am Freitagabend, 31. Oktober, rund 2000 Untote die Essener Innenstadt in Beschlag nehmen, ist das nicht die Vorstufe der Apokalypse, sondern lediglich die achte Auflage des Zombiewalks.

2007 hatte Dirk Bussler, Mitarbeiter im Café Konsumreform im Geku-Haus und ausgewiesener Zombie-Experte, mit einer Handvoll Gleichgesinnter das erste Mal zum Gruselgang durch die City aufgerufen. Mittlerweile ist der Essener Zombiewalk einer der größten bundesweit, reisen Fans aus ganz Deutschland, Belgien und Holland an. Sogar für die Zugfahrt verabreden sich die Zombies, gut möglich also, dass so mancher Fahrgast im RE1 am Freitagabend ein kalter Schauer über den Rücken fährt. „Halloween gewinnt hierzulande an Bedeutung, ist mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig“, sagt Dirk Bussler.

Ersten Folgen der neuen „The Walking Dead“-Staffel im Cinemaxx

Angesichts der steigenden Teilnehmerzahlen würde er den Zombie-Walk gerne zu einer Halloween-Parade weiterentwickeln. „Allerdings fehlen uns noch Kooperationspartner, bislang stemmen wir alles ehrenamtlich. Die Essener Marketing GmbH hat bislang kein Interesse an einer Kooperation gezeigt. Dabei bietet die Veranstaltung durchs Alleinstellungsmerkmal – Köln und Düsseldorf haben ihren Karneval und Essen eben einen Umzug zu Halloween“, findet Bussler. Dabei gibt es klare Regeln für den Zombiemarsch am Freitag: Auf ältere Menschen und Kinder wird verstärkt Rücksicht genommen, „niemand wird ungefragt erschreckt“, sagt Bussler.

Die wachsende Lust an der Gänsehaut erklärt er sich nicht zuletzt an deren Präsenz in der Popkultur, etwa in Form der amerikanischen Erfolgs-Zombieserie „The Walking Dead“. „Viele unserer Teilnehmer könnten dort problemlos als Komparsen mitspielen. Die Kostüme und das Make-Up sind in den vergangenen Jahren immer professioneller geworden“, lobt Bussler. Latex-Applikationen im Gesicht, gefärbte Kontaktlinsen, wild frisierte Haare: Viele der Teilnehmer scheuen keine Mühen für den perfekten Monster-Look. Ab 16 Uhr sind am Freitag sogar zwei professionelle Maskenbildnerinnen engagiert, um hochlebendige Normalbürger in angsteinflößende Boten der Finsternis zu verwandeln. Die Termine für das etwas andere Umstyling im Cinemaxx, dem Kooperationspartner des Zombiewalks, sind allerdings schon so gut wie ausgebucht.

Nach dem Untoten-Marsch durch die Innenstadt, der um 19 Uhr am Willy-Brandt-Platz beginnt und unter anderem über die Kettwiger und Limbecker Straße führt, ist das Kino am Berliner Platz auch das letzte Ziel der Teilnehmer. Das Kino zeigt bereits ab 20 Uhr die ersten beiden Folgen der neuen „The Walking Dead“-Staffel – Zombies vor und auf der Leinwand sind also garantiert.

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