Essen

Klare Worte: Serge Menga hat eine Botschaft für nordafrikanische Männer, die sich nicht integrieren

Serge Menga floh vor knapp 30 Jahren mit seiner Familie aus dem Kongo. Der Ex-Flüchtling findet den Einsatz der Polizei in Köln dennoch richtig.
Serge Menga floh vor knapp 30 Jahren mit seiner Familie aus dem Kongo. Der Ex-Flüchtling findet den Einsatz der Polizei in Köln dennoch richtig.
Foto: DerWesten
  • Die Polizei wird für ihre Kontrollen am Kölner Hauptbahnhof kritisiert
  • Ex-Flüchtling Serge Menga findet den Einsatz richtig
  • Er beklagt, dass sich viele Flüchtlinge aus Nordafrika nicht die Mühe geben, die Regeln in Deutschland einzuhalten

Essen. „Ihr habt einfach nur einen super Job gemacht.“ Mit diesen Worten wendet sich Serge Menga in einem Facebook-Video an die Polizisten, die in der Silvesternacht in Köln eine Gruppe von rund 1000 Nordafrikanern kontrolliert hatten.

Der Essener - vor fast 30 Jahren aus dem Kongo nach Europa geflohen - hält nichts davon, der Polizei rassistische Motive zu unterstellen.

Vor gut einem Jahr ist Menga berühmt geworden. Ebenfalls durch ein Facebook-Posting. Nach den entsetzlichen Szenen am Kölner Hauptbahnhof hatte er seiner Wut über kriminelle Flüchtlinge Luft gemacht.

Seine Wutrede ging viral. Sie war an die mutmaßlichen Vergewaltiger von der Domplatte gerichtet. Darin sagte er: „Packt einfach eure Klamotten und geht wieder nach Hause. Dorthin, wo gebombt und misshandelt wird.“

„Das ist kein Rassismus“

Auch deshalb findet er den Einsatz der Kölner Polizei richtig. „Es hat nicht mit Rassismus zu tun, wenn die Polizei aus Erfahrung weiß, welche Personengruppen auffällig werden“, sagte er im Gespräch mit DER WESTEN.

Besonders bei vielen nordafrikanischen Flüchtlingen sieht der Essener nämlich keine Bereitschaft, sich mit der deutschen Kultur arrangieren zu wollen. Ihnen gehe es lediglich um ein Stückchen Kuchen vom Reichtum. Sie seien aber nicht bereit, etwas dafür zu tun.

„Dieses Verhalten hat mich verletzt“, sagt Menga. „Denn diese Menschen haben nicht einmal damit angefangen, sich mit diesem Land auseinander zu setzen.“

Menga will in die Politik

In ihrer Heimat würden sie für solche Straftaten hart bestraft. „In Deutschland aber denken sie, sie könnten es sich erlauben.“

Der Politik wirft er deshalb indirekt Versagen vor. „Es ist klar, dass Hass gegenüber Fremden entsteht, wenn sie keine Konsequenzen für ihr falsches Verhalten tragen müssen.“

„Viele werden es nicht schaffen“

Für ihn ist es deshalb eine Mammutaufgabe, dass die Integration von Menschen aus diesem Kulturkreis gelingen kann. „Ein Zusammenleben ist möglich. Aber ich sage ganz ehrlich: Viele werden es nicht schaffen.“

Auch deshalb möchte Menga selbst dafür sorgen, dass sich etwas ändert. Zur Landtagswahl im Mai wird er selbst kandidieren. Unabhängig von den großen Partein.

„Wenn ich als Ex-Flüchtling solche Thematiken anspreche, dann glauben mir die Leute, dass es ernster genommen wird. Sie sagen: Der hat es ja auch geschafft.“

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