Verkauf an Rehsportverein VGSU verzögert sich weiter

Der Verein für Gesundheitssport (VGSU) zählt rund 2000 Mitglieder. Auf eine Sanierung der maroden Sportstätte an der Henri-Dunant-Straße warten sie noch immer.
Der Verein für Gesundheitssport (VGSU) zählt rund 2000 Mitglieder. Auf eine Sanierung der maroden Sportstätte an der Henri-Dunant-Straße warten sie noch immer.
Foto: WAZ FotoPool
Der Kaufvertrag zwischen dem Behindertensportverein VGSU und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW ist noch immer nicht unterschrieben.

Essen-Rüttenscheid..  Während der Verkauf des ehemaligen Hochschulgeländes an der Henri-Dunant-Straße an einen Privatinvestor wohl unter Dach und Fach ist, wartet der benachbarte Verein für Gesundheitssport der Uni Duisburg-Essen (VGSU) weiter auf einen Vertragsabschluss. Mittlerweile hat Vereinsvorsitzender Jürgen Schmagold den Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags eingeschaltet, damit der Verkauf durch den bisherigen Eigentümer, den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW, zügig über die Bühne gebracht wird.

Dank eines zinslosen Darlehens einer Privatperson in Höhe von 100 000 Euro hatte der Verein den geforderten Kaufpreis über 450 000 Euro im vergangenen Jahr in letzter Sekunde aufbringen können. Im Dezember 2014 habe man dann die Einzelheiten über den Kauf des 3000 Quadratmeter großen Geländes gemeinsam mit dem BLB festgezurrt. „Die Abstimmung des Kaufvertrags sowie dessen notarielle Prüfung zogen sich bis in den Spätsommer 2015. Nach Fertigstellung teilte uns der BLB mit, dass ein Termin für die Unterzeichnung kurzfristig anberaumt werde“, sagt Jürgen Schmagold.

Verzögerung wegen zugesagter Förderung problematisch

Bei einem Treffen im Oktober aber sei der BLB dann „zurückgerudert“. Entgegen der getroffenen Vereinbarungen habe man sich nicht um die kurzfristige Abwicklung des Verkaufs gekümmert, zudem seien Änderungen im Vertrag gefordert worden. Dabei ging es vor allem um eine zunächst zugesagte Anrechnung der bereits gezahlten Mieten auf den Kaufpreis, die wieder zurückgenommen wurde.

„Die Verzögerung ist auch insofern problematisch, als dass wir diverse Förderzusagen für dieses Jahr erhalten haben. Inwieweit diese auch 2016 noch Bestand haben, müssen wir nun prüfen“, sagt Schmagold. Denn eigentlich habe man mit der Sanierung der maroden Sportstätte längst beginnen wollen. Im einstigen Hausmeisterhaus, wo heute die VGSU-Verwaltung untergebracht ist, regnet es rein. Die Heizungsanlage ist veraltet, eine energetische Modernisierung zwingend erforderlich. Und auch die Sport- und Kursräume selbst haben ihre besten Jahre schon lange hinter sich. „Nur können wir mit dem Umbau erst anfangen, wenn wir auch Eigentümer sind“, sagt Andreas Bettendorf, Geschäftsführer des VGSU. 2000 Mitglieder zählt der Verein mittlerweile, der sich vor allem im Behinderten- und Rehabilitationssport einen Namen gemacht hat.

Im Gegensatz zum VGSU hat der BLB keine Bedenken, dass ein Vertragsabschluss noch in diesem Jahr möglich ist. „Wir sind keineswegs zurückgerudert. Wegen einiger juristischer Probleme waren wir uns mit dem VGSU aber einig, dass wir den Termin verschieben“, bekräftigt BLB-Sprecher Dr. Hartmut Gustmann, der das gesamte Verfahren nun aber „auf einem sehr guten Weg“ sieht. Gustmann: „Alle wollen dem Behindertensportverein helfen, da ist nichts schief gelaufen.“ Diese Aussage wiederum überrascht Jürgen Schmagold: „Bei uns hatte sich der Eindruck verfestigt, dass der Verkauf auf die lange Bank geschoben wurde. Wenn sich nun etwas tut, freut uns das natürlich.“

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