Stadt will Verkehrschaos auf Rüttenscheider Straße angehen

Mitunter herrschen chaotische Verhältnisse auf der Rüttenscheider Straße. Mit einer Überarbeitung des Schilderwalds und einer Neubetrachtung von Halteverboten sowie Taxi- und Ladezonen soll das ein wenig verbessert werden.
Mitunter herrschen chaotische Verhältnisse auf der Rüttenscheider Straße. Mit einer Überarbeitung des Schilderwalds und einer Neubetrachtung von Halteverboten sowie Taxi- und Ladezonen soll das ein wenig verbessert werden.
Foto: WAZ FotoPool
Ladezonen, Halteverbote, Taxistände: Das Amt für Straßen und Verkehr möchte die Situation auf der Rü durch kleine Veränderungen ein Stück weit verbessern.

Essen-Rüttenscheid.. Hier ein neuer Taxi-Halt, dort eine Ladezone oder ein Halteverbot, zwischendrin ein undurchschaubarer Schilderwald: Auf der Rüttenscheider Straße kann man leicht den Überblick verlieren. Vor allem Lieferanten haben es nicht leicht, wenn sie die zahllosen Geschäfte und Gastronomien beliefern wollen. Auch aus diesem Grund hatte die Bezirksvertretung II die Verwaltung gebeten, die Einrichtung einer neuen Ladezone gegenüber des Girardethauses zu überprüfen.

Statt aber das Stückwerk nur punktuell weiter fortzusetzen, strebt das Amt für Straßen und Verkehr nun nach einer großen Lösung. So möchte das Amt in mehreren Teilabschnitten, beispielsweise von der Kahrstraße bis zum Stern, versuchen, „die Situation zu verbessern“, heißt es in einem Schreiben an die Bezirksvertretung II. Mittlerweile habe das Thema eine zu große Komplexität erhalten.

„Wir möchten die Rüttenscheider Straße insgesamt betrachten. Wo sind weitere Ladezonen sinnvoll? Wo können Verkehrsschilder abgebaut werden? Wie können wir eventuell durch neue zeitliche Befristungen oder den Abbau kaum genutzter Containerstandorte weiteren öffentlichen Parkraum schaffen? All das sind Fragen, die wir gemeinsam mit mehreren Interessenvertretern erörtern wollen“, sagt Harald Bräunlich, Sachgebietsleiter Beschilderung beim Amt für Straßen und Verkehr.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf“

Dabei bleibt er realistisch: So werde es bei all den unterschiedlichen Nutzern der Straße – von Passanten und Radlern über Auto- und Taxifahrer bis hin zu den Lieferanten – auch künftig kaum ohne Kompromisse gehen. „Aber wir können immerhin versuchen, die Situation in einigen Bereichen ein wenig zu entzerren“, hofft Bräunlich, der sich vor einigen Wochen selbst ein Bild machte. „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Das wurde auch bereits seitens der zuständigen Bezirksbeamten und der Interessengemeinschaft Rüttenscheid an uns heran getragen.“ Zuletzt habe auch ein Getränkehändler einen Antrag auf die Einrichtung weiterer Ladezonen gestellt. Hinzu kämen Taxiverbände, die ebenfalls ihre Interessen durchsetzen möchten.

Geplant sei, zunächst den Ist-Zustand der Rüttenscheider Straße aufzunehmen. Bestenfalls im Spätsommer/Herbst könnten dann in enger Abstimmung mit allen Beteiligten schon erste Verbesserungen umgesetzt werden, hofft Bräunlich.

Zu überarbeiten gibt es dabei wohl einiges: So wie eben die kritisierten Taxi-Halteplätze an der Kreuzung Girardetstraße, die tagsüber meist kaum frequentiert werden. Oder die für Ortsunkundige komplizierte Parkregelung vor Markttagen am Rüttenscheider Platz, wo mitunter im Minutentakt abgeschleppt wird. Bräunlich: „Wir wollen die Uhr wieder auf Null drehen – und die Straße in ihrer Gesamtheit sehen.“

Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie? E-Mail: redaktion.stadtteile-essen@waz.de

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