Seminare für Eltern und Kinder

Elli Schulz
Die Mädchengruppe hat die Vorräume zu den Toiletten freundlich und farbenfroh gestaltet. Foto: Arne Poll, WAZ FotoPool
Die Mädchengruppe hat die Vorräume zu den Toiletten freundlich und farbenfroh gestaltet. Foto: Arne Poll, WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Das Programm für das erste Halbjahr ist im Bürgerzentrum Villa Rü an der Girardetstraße 21 gestartet. Die Schwerpunkte liegen auf der Kinder- und Jugendarbeit und der Elternbildung, besonders im Bereich Computer und Neue Medien.

Rüttenscheid. Im Bürgerzentrum Villa Rü hat das Programm für das erste Halbjahr begonnen. „Unsere Schwerpunkte liegen weiterhin im Kinder- und Jugendbereich sowie in der Elternbildung“, sagt Sozialarbeiter Werner Settels. Gut angenommen werde vor allem im Winter das Elterncafé, wo sich werktags Mütter mit Kindern im Alter von wenigen Monaten bis zu drei Jahren träfen. „Vor allem Eltern, die noch keinen Kitaplatz haben, nutzen das Café gern“, weiß Settels.

Auch Krabbel-, Spiel- und Pekip-Gruppen sowie Babymassage gehören zum Angebot rund ums Kleinkind. Für Eltern gibt es Trainings und Gesprächsgruppen. Settels: „Wenn beide Eltern arbeiten, sind sie oft verunsichert, ob sie genügend Zeit mit dem Kind verbringen.“ In der Mädchenarbeit laufen Karaoke, CD-Gestaltung, Fußball und Entspannungsangebote besonders gut. Vor kurzem hat Erzieherin Alexandra Bremer mit ihrer Mädchengruppe die Toiletten-Vorräume neu gestaltet. Sehr gut angenommen wird die Vermietung von Partyräumen für private Feten. „Für dieses Jahr sind wir schon ausgebucht“, sagt Settels. Viel Zeit verbringen die Mitarbeiter auch außerhalb der Villa Rü, bieten Anti-Gewalt-Trainings oder Hilfe bei Mobbing an Schulen an. Das sei zeitaufwendig, weil man sich genau auf die jeweilige Situation vorbereiten müsse.

Gewalt und Mobbing im Internet würden immer mehr zum Problem. „Viele Eltern sind da völlig überfordert, kennen sich nicht aus oder wissen gar nicht, dass ihre Kinder in sozialen Netzwerken unterwegs sind“, erklärt Settels. „Da wird die Gesellschaft in den nächsten Jahren gefordert sein.“ Settels kann sich vorstellen, in Zukunft Seminare für Eltern und Jugendliche anzubieten, „damit die Erwachsenen mal sehen, was ihre Kinder so im Netz treiben“.