Reichlich Raum für die Gemeinde

Ludger Gerlach führt durch den fertigen Umbau des Gemeindezentrums Christus König. Foto Alexandra Umbach
Ludger Gerlach führt durch den fertigen Umbau des Gemeindezentrums Christus König. Foto Alexandra Umbach
Foto: WAZ FotoPool

Haarzopf.. Es ist vollbracht. Ein Jahr dauerte der Umbau des Zentrums der katholischen Gemeinde Christus-König im Tommesweg. Jetzt ist die Modernisierung zum größten Teil abgeschlossen.

Die neugestalteten Räumlichkeiten sind bezogen und werden bereits genutzt. Das sorgt für gute Stimmung in der Gemeinde: „Bislang haben wir nur positive Resonanz erhalten“, freut sich Pastor Michael Niekämper.

Die Bauarbeiten erfolgten in mehreren Phasen. Erst nahmen Handwerker die grundlegende Neugestaltung des Gebäudes, in dem sich ehemals der Pfarrsaal befand, in Angriff. Mehr als 100 Quadratmeter zusätzliche Fläche konnten sie dabei gewinnen.

Das freut den Nachwuchs der Gemeinde, da in diesen Räumen nun Jugendarbeit stattfinden kann. „Das ist für uns eine echte Verbesserung, wir haben deutlich mehr Platz und schöner ist es obendrein geworden “, freut sich Ludger Gerlach (23), Vorstand des in Christus-König beheimateten Pfadfinderstammes „Tommes Rusticus“. Circa 100 Mitglieder haben die Haarzopfer Pfadfinder, Tendenz steigend.

Geräumige Küche

Beim Gang durch das neue Jugendheim präsentiert Gerlach die geräumige Küche, einen neuen Raum für Besprechungen der „Leiterrunde“ und die neuen Gruppenräume, in denen jetzt Kinder und Jugendliche an mehreren Ta-gen in der Woche spielen und basteln. „Selbst wenn sich hier mehrere Gruppen zur gleichen Zeit aufhalten, wird es nie zu eng“, sagt Gerlach.

Auch der Kindergarten präsentiert sich neu. Der Umbau geschah hauptsächlich in den vergangenen Sommerferien. „Sechs Wochen hatten wir Zeit, da durfte nichts schief gehen“, blickt Architekt Thomas Milbach zurück. Und tatsächlich – alles gelang. Der Zeitplan konnte gehalten werden. Architekt Milbach ist zufrieden: „Die Räume sind nun deutlich heller, dadurch wirken sie großzügiger.“

Einzig der farbenfrohe Außenanstrich des Gebäudes sorgte in der Gemeinde bereits für kontroverse Diskussionen. Pastor Niekämper begreift den heiteren Farben-Mix als Symbol für Vielfalt: „So bunt wie das Gebäude, ist auch unser Gemeindeleben“.

Zum Bedauern der Gemeinde gibt es in punkto Kindergarten einen weiteren Wermutstropfen, der allerdings weniger mit baulichen Angelegenheiten, als mit politischen Entwicklungen zu tun hat: Das Thema „Betreuung für Kinder unter drei Jahren“ musste ge-zwungenermaßen vorerst auf Eis gelegt werden.

Umgestaltung des Saales

Was jetzt noch aussteht, ist die Umgestaltung des Saales, der sich unter dem Kirchraum befindet. Künftig soll sich dort der neue Gemeindesaal befinden. Dieser wird einen barrierefreien Zugang und behindertengerechte Waschräume be-kommen. „Die Rollstuhl-Rampe wird, wenn alles nach Plan verläuft, im Sommer fertiggestellt sein, der Rest der Arbeiten dann im Herbst“, sagt Architekt Milbach.

Allerdings sei der Umfang der Arbeiten noch nicht vollständig abzusehen, denn noch klaffe eine Lücke in der Finanzierung. Es fehlen zur Zeit noch rund 25 000 Euro.

Die Gemeindemitglieder sammeln nun Spenden. Konnten die Hauptinvestitionen für das Großprojekt, rund 750 000 Euro, mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, vom Kita-Zweckverband und aus Gemeinderücklagen ge­stemmt werden, kommen nun für die Pfarrsaal-Neugestaltung zusätzliche Gelder von der Pfarrei Sankt Ludgerus, zu der Christus-König gehört.

Für Pastor Niekämper ein „bemerkenswertes Zeichen der Zusammenarbeit“. So werde für die Menschen begreifbar, dass die oft kritisierten Zusammenlegungen einzelner Gemeinden durchaus eine positive Seite haben können. Schließlich stünde dieser neue, barrierefreie Saal auch den Partnergemeinden der Pfarrei zur Verfügung.

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