Kunstverkauf für Klinik in Liberia

Die Künstlerin Ingrid Bugla verkauft am Wochenende eigene Bilder und Werke anderer Künstler für einen guten Zweck.
Die Künstlerin Ingrid Bugla verkauft am Wochenende eigene Bilder und Werke anderer Künstler für einen guten Zweck.
Foto: WAZ FotoPool
Die Rellinghauser Künstlerin Ingrid Bugla lädt am 9. und 10. März zu ihrer zweiten Benefiz-Ausstellung ein. Rund 100 Werke von 27 Künstlern sollen den Besitzer wechseln. Der Erlös ist für eine Klinik im westafrikanischen Liberia bestimmt.

Rellinghausen..  Eigentlich kam Ingrid Bugla (57) eher durch Zufall mit der Gerlib-Klinik in Monrovia im westafrikanischen Liberia in Kontakt. Doch die vielfältigen Aufklärungs-, Ausbildungs- und Hilfsprojekte, die die in Deutschland geborene Margret Gieraths-Nimene dort mit ihrem verstorbenen Mann, einem Arzt, in den 1980er Jahren ins Leben rief, berührten die Künstlerin und Leiterin des Ateliers „Buglart“ an der Frankenstraße 56 so sehr, dass sie am kommenden Wochenende eine Benefiz-Ausstellung zugunsten der Gerlib-Klinik veranstaltet. Unter dem Motto „Kunst kümmert sich“ haben 27 befreundete Künstler aus ganz NRW sowie Malschüler von Ingrid Bugla eines oder mehrere ihrer Werke gestiftet, die für den guten Zweck verkauft werden. „Mir ist wichtig, zu wissen, dass das Geld dort ankommt, wo es hin soll“, sagt Bugla.

Rund 100 Bilder, meist kleinere Formate für zehn bis 300 Euro werden am Samstag, 9. März, 13 bis 20 Uhr, und Sonntag, 10. März, 12 bis 20 Uhr, im Atelier verkauft. Kaffee und Kuchen sind für eine Spende erhältlich. Ihre erste Benefiz-Ausstellung organisierte Ingrid Bugla 2011 für die Altenessener Kindernotaufnahme Spatzennest - mit großem Erfolg. 700 Euro konnten damals für den guten Zweck überwiesen werden. In diesem Jahr ist der Erlös komplett für Liberia bestimmt.

Auch die Musiker, die das Rahmenprogramm gestalten, verzichten auf ihre Gage. So wird am Samstag um 18 Uhr der aus Liberia stammende Künstler Julius Lahai mit einem Gitarristen auftreten, am Sonntag um 17 Uhr bietet das Duo Benny und Joyce Barmusik. Ingrid Bugla wird jedes Bild mit Namen, Beschreibung und Preis versehen. „Wir haben für die Aktion Sonderpreise gemacht“, hofft sie auf viele Käufer.

Neben den Bildern - „von Kitsch bis Kunst, aber alle mit viel Herzblut gemalt“ - gibt es auch das Projekt „Fläschart“. Das sind Bilder, auf Butterbrotpapier gemalt, aufgerollt und in Flaschen gefüllt - ein „Blind Date mit der Kunst“, wie Ingrid Bugla es ausdrückt. Denn welches der 15 Bilder in welcher Flasche steckt, das weiß niemand. Der Käufer lässt sich überraschen und zahlt pro Stück 20 Euro. Für weniger experimentierfreudige Kunstfans gibt es ähnliche Bilder auch in einer Mappe zum Aussuchen - dann allerdings für 40 Euro.

Am Sonntag um 16 Uhr ist ein kurzer Vortrag zur Vorstellung der Gerlib-Klinik geplant. Projektleiterin Margret Gieraths-Nimene, die an diesem Wochenende sowieso in Essen ist, wird der Ausstellung ebenfalls einen kurzen Besuch abstatten.

 

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