Gemütlich, stylisch, lecker

Elli Schulz
Klaus Koch und seine Frau Martina Koch eröffnen ein neues Restaurant unter dem Namen Gregor's. Foto: Klaus Micke
Klaus Koch und seine Frau Martina Koch eröffnen ein neues Restaurant unter dem Namen Gregor's. Foto: Klaus Micke
Foto: WAZ FotoPool

Rüttenscheid. „Wo würden wir als Gast gerne hingehen?“ Diese Frage stellten sich Martina und Klaus Koch schon länger - und wurden fündig. „Ins ,Gregor’s’“, also in ihr eigenes Lokal, das sie in wenigen Tagen eröffnen.

„Mit den Räumlichkeiten hier an der Rüttenscheider Brücke haben wir unser Wunschobjekt gefunden“, sagt Klaus Koch, der sich über Langeweile gerade nicht beklagen kann. Die letzten intensiven Vorbereitungen laufen, denn ab Montag, 30. August, gibt es in den Räumen des ehemaligen Restaurants „Raum eins“ einen neuen kulinarischen Anlaufpunkt auf der Rü: das „Gregor’s“, benannt nach der Straße, die hier die Rüttenscheider kreuzt.

Klaus Koch ist in der Essener Disko-Szene kein Unbekannter, bleibt auch weiterhin in Sachen „Musikpalette“ aktiv. Mit dem „Gregor’s“ erfüllt er sich seinen Traum, ins Gastronomie-Geschäft einzusteigen. „Wir haben uns im Oktober beworben, im Mai den Mietvertrag unterschrieben und in den letzten drei Monaten alles komplett umgebaut“, blickt Klaus Koch zurück. „Die Kinder sind groß, ich werde bald 60. Da ist es Zeit für was Neues“, schmunzelt der Wahlrüttenscheider.

„Lecker und gesund essen kann man im ,Gregor’s’“, verspricht Koch. Für den asiatischen Einschlag, der auf der Speisekarte nicht zu übersehen ist, sorgt das Koch-Ehepaar Liz Kwon und Yookwon Chung. Die Küche ist tragende Säule des Konzeptes. Aber eines ist für Klaus Koch noch wichtiger: „Bei uns kann man essen, muss es aber nicht. Wir wollen für alle da sein und keinen abschrecken. Wer nur einen Kaffee trinken will, ist natürlich auch willkommen.“

Das „Gregor’s“ wird täglich ab 11 Uhr geöffnet sein, ein Frühstückslokal ist es aber nicht, betont Martina Koch. Sandwiches und Co. für den kleinen Hunger am Morgen sind aber auf jeden Fall zu haben.

Dem Gastronomen-Ehepaar zur Seite steht Geschäftsführerin Emelie Birkholz-Thon. Insgesamt gehören derzeit zehn Leute in Service und Küche zum Team. „Wir hoffen, dass es noch mehr werden“, sagt Klaus Koch.

Rund 400 Quadratmeter mit Küche hat er für die Umsetzung seiner Ideen zur Verfügung, einen Biergarten gibt es auch. Die Räume wurden deutlich verändert. Die Mittelwand musste zugunsten von mehr Licht fallen, dafür gibt es jetzt eine selbst gebaute Litfaßsäule mitten im Raum. Der Boden ist dunkel, die Wände sind aus Beton, die Theke wurde versetzt und erneuert. Der Stil ist auch für die Inhaber nicht ganz leicht zu beschreiben: „Designer-Möbel mit Ruhrgebiets-Charme, Elemente aus gerostetem Eisen, gemütliche Holztische, alles ganz lebendig“, erklärt Martina Koch. „Die Gäste sollen sich wohlfühlen. Das ist oberstes Ziel.“ Man wolle Anlaufstelle für alle Altersgruppen sein, niemanden ausgrenzen.

Konkurrenz belebt

Die Konkurrenz auf der Rü empfinden die Kochs nicht als Last, sondern als belebend. „Je mehr unterschiedliche Lokale hier aufmachen, desto mehr Leute werden angezogen, was ja nur gut sein kann“, sagt Martina Koch. Rüttenscheid sei halt so etwas wie das „Schwabing des Ruhrgebiets“.

Am Wochenende sollen DJs auflegen, House, Charts, gemischt-modern. „aber in Richtung Disko gehen wir auf keinen Fall“, so Klaus Koch. Er hofft, dass die Gäste nach dem Essen einfach noch ein bisschen bleiben, sich unterhalten lassen - nach 22 Uhr vielleicht auch etwas lauter. Die Öffnungszeiten richten sich nach der Ausdauer der Gästen. Koch: „Bis 24 Uhr haben wir immer geöffnet.“

„Besondere Events sind nicht geplant, die Leute sollen wissen, was sie erwartet“, sagt Koch. Mit einer Ausnahme: Samstag, 4. September. Dann steigt ab 20 Uhr die offizielle Eröffnungsparty - und zwar mit einigen Überraschungen.