Flüsterasphalt und Radstreifen für die Sommerburgstraße

Die Sommerburgstraße soll zwischen Lührmannwald und A-52-Brücke erneuert werden.
Die Sommerburgstraße soll zwischen Lührmannwald und A-52-Brücke erneuert werden.
Foto: Knut Vahlensieck
Die Stadt plant für knapp 1,5 Millionen Euro die Erneuerung der Sommerburgstraße zwischen Lührmannwald und der A-52-Brücke. Die Arbeiten, bei denen auch eine zusätzliche Verkehrsinsel entstehen soll, könnten im Frühjahr beginnen.

Essen-Margarethenhöhe.  Die Sommerburgstraße soll im Abschnitt zwischen Lührmannwald und A-52-Brücke erneuert werden. Dabei soll die Fahrbahndecke abgefräst und durch sogenannten Flüsterasphalt ersetzt werden, um die Geräusche der Autos zu mildern. Zudem soll der alte Radweg durch einen markierten Schutzstreifen auf der Fahrbahn ersetzt werden. Zwischen Helgolandring und der Straße Am Nachtigallental ist vor der Tankstelle eine zusätzliche Verkehrsinsel geplant, damit die Kunden des kleinen Geschäftszentrums die Fahrbahn besser überqueren können.

Die Maßnahme, die die Verwaltung jetzt in der Bezirksvertretung III vorstellte, ist Teil des Straßenerneuerungsprogramms 2014. Sie soll rund 1 450 000 Euro kosten und im Frühjahr 2015 beginnen. Als Bauzeit sind rund vier Monate vorgesehen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Rat, der über das Thema in der Sitzung am 26. November diskutieren will.

Während SPD und CDU in der Bezirksvertretung für den Essener Westen die Erneuerung der Sommerburgstraße in diesem Bereich prinzipiell begrüßen, gehen die Meinungen bei den Plänen für den Radweg dann doch auseinander. Günther Schröder, Fraktionsvorsitzender der SPD in der BV III, kann sich grundsätzlich mit dem Gedanken anfreunden, dass der Radweg nicht mehr – wie aktuell – durch einen Bordstein von der Fahrbahn getrennt, sondern dann ein markierter Streifen ist. „Der Radfahrstreifen verläuft dann zwischen Fahrbahn und parkenden Autos. Da ist natürlich Vorsicht beim Ausparken geboten und der Schulterblick erforderlich“, so Schröder. Die Situation erfordere ähnliche Vorsicht wie zum Beispiel an der Norbertstraße oder an der Frankenstraße in Stadtwald.

Schröder setzt aber andererseits darauf, dass durch die für den Radstreifen verkleinerte Fahrbahn und die Verkehrsinsel in der Mitte das Tempo auf der Sommerburgstraße verlangsamt werde. „Diese Querungshilfe in Form der Verkehrsinsel ist eine langjährige Forderung der SPD gewesen“, freut sich Schröder, dass die Realisierung jetzt offenbar näher rückt. „Auch für die Schulkinder der Schule an der Waldlehne bedeutet das mehr Sicherheit“, so Schröder.

Sein CDU-Kollege Lothar Föhse sieht die geplante Verlegung des Radwegs skeptisch. „Wir sind dafür, dass der bestehende Radweg erhalten bleibt und instand gesetzt wird“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Eine Ansicht, die sein Parteikollege Rolf-Dieter Liebeskind teilt. Föhse befürchtet, dass Autofahrer nur allzu schnell die Markierung zum Radweg überfahren könnten. Zudem sei die Fahrbahnbreite, die für den Radstreifen von sieben auf 5,50 Meter verringert werden soll, ein Problem, wenn sich zum Beispiel zwei Busse begegnen würden.

 
 

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