Fast-Food-Truck „Snack’n’Roll“ im Ruhrgebiet in aller Munde

Donnerstags steht Joschka Glod mit seinem Truck immer im Büropark an der Ruhrallee.
Donnerstags steht Joschka Glod mit seinem Truck immer im Büropark an der Ruhrallee.
Foto: Knut Vahlensieck
Mit seiner Geschäftsidee „Snack’n’Roll“ ist der Koch Joschka Glod aus dem Südviertel zurzeit in aller Munde. Sein rollender Imbiss tourt quer durchs Ruhrgebiet. Glod spielte Gitarre und Schlagzeug in zwei Punkbands, brät seine Burger auch gerne mal zum „Back in Black“-Album von AC/DC.

Essen-Südviertel. Er hat den Förderturm seiner Heimatstadt Witten auf die Wade tätowiert, begrüßt seine Gäste mit einem herzlich-nordischen „Moin!“ und liebt sein Zuhause im Südviertel: Nicht nur hinterm Herd verbindet Koch Joschka Glod Bodenständigkeit mit Rock’n’Roll.

Mit seinem Fast-Food-Truck „Snack’n’Roll“ ist der 29-Jährige zurzeit in aller Munde. Das Konzept, das vor allem die USA während der Wirtschaftskrise überrollte, findet auch in Deutschland immer mehr Nachahmer: Profi-Küche auf vier Rädern. „Ich habe vor einem Punk-Konzert in Hamburg in einer etwa 100 Meter langen Schlange gestanden und hatte riesigen Hunger. Ringsrum gab es aber weit und breit nichts. So kam mir die Idee zu dem Truck, da er mobil überall einsetzbar ist“, sagt Glod, der nach seiner Ausbildung im Wittener Parkhotel viele Jahre durch zahlreiche Spitzenrestaurants in Deutschland tourte. Seine letzte Station war das renommierte Steakrestaurant „Meatery“ in Hamburg, in dem er seine Kenntnisse über Fleisch erweiterte: „Ich habe ganze Rinder auseinander genommen. Dank eines Metzgers habe ich dort wirklich viel über Fleisch gelernt. Und da ich auch selbst Burger liebe, war schnell klar, was im Food-Truck auf die Speisekarte kommt“, sagt Glod, der sein Fleisch vom Bergerhauser Biometzger Burchhardt bezieht.

Burger braten mit AC/DC-Klängen

Essen und TrinkenDie Idee für den Truck – übrigens ein waschechter „Ami“ von einem US-Stützpunkt in Italien – war geboren und auch seine Rückkehr ins Ruhrgebiet besiegelt: „Hier habe ich mehr Kontakte, bin hier aufgewachsen. Und das Südviertel mit seiner kreativen Szene war echt ein Glücksgriff“, sagt der Jung-Unternehmer. Neben Klassikern wie Cheese- und Hamburgern hat Glod dabei ein wöchentlich wechselndes Gericht auf der Karte, „um meine Kreativität auszuleben“, wie er sagt. Aktuell serviert er etwa Bratwurst mit Pfifferlingen und Parmesanflocken.

Mit der Idee fährt er gut: Seit Mai tingelt er an vier Tagen die Woche mit seinem schwarzen Truck durch das Ruhrgebiet, an den Wochenenden macht er auf Privat- und Geschäftsveranstaltungen Halt – und fährt vor allem im Sommer auch gerne Konzerte und Festivals an, vor Kurzem etwa das Werden Openair. „Da haben wir den Truck bei dem Unwetter in eine Notunterkunft umfunktionieren müssen. Da standen 15 Leute drin“, sagt Glod, der mit dem Festivals auch seine zweite Leidenschaft abdeckt: Die Musik. Glod spielte Gitarre und Schlagzeug in zwei Punkbands, brät seine Burger auch gerne mal zum „Back in Black“-Album von AC/DC. Für die eigene Musik fehlt ihm allerdings die Zeit: Der Food-Truck ist bis Ende des Jahres ausgebucht. An Rock’n’Roll wird es Joschka Glod wohl dennoch nicht mangeln.

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