Fantalk in der 11-Freunde-Bar geht in die dritte Staffel

Wieder Stammgast: Bochum-Heilsbringer Peter Neururer, der sich im Mai live die Haare färben ließ.
Wieder Stammgast: Bochum-Heilsbringer Peter Neururer, der sich im Mai live die Haare färben ließ.
Foto: WAZ FotoPool
Am 6. August startet die 3. Staffel des Sport1-Fantalks in der Rüttenscheider 11-Freunde-Bar. Teils mehr als eine Million Zuschauer sehen mittlerweile zu, wenn sich Bundesliga-Legenden, TV-Sternchen und natürlich Fußball-Fans aller Couleur einen Schlagabtausch liefern.

Essen-Rüttenscheid.. Als sich Borussia Dortmund im April gegen Real Madrid ins Champions-League-Finale schoss, schauten mehr als eine Million Zuschauer in die 11-Freunde-Bar nach Rüttenscheid: Rekord für den Sport1-Fantalk, der ab dem 6. August in die dritte Staffel geht. „Dabei haben wir das Spiel gar nicht gezeigt, sondern unsere Gäste und Fans live kommentieren lassen. Aber eben das macht dieses Format so authentisch. Da stolpert mal ein Kellner durchs Bild und im Hintergrund prosten sich die Fans zu“, sagt Thomas Siepmann, der die Bar an der Kunigundastraße vor gut neun Jahren eröffnete.

Live-Schalte an die Hafenstraße

Dass sich der Sportsender DSF, heute Sport1, zur Saison 2009/2010 für die nur 50 Quadratmeter kleine Eckkneipe entschied, hat vor allem einen Grund, weiß Siepmann, hauptberuflich Geschäftsführer der Marketing-Agentur TAS: „In München trifft man nur Bayern-Fans. Hier sitzen Blau-Weiße, Schwarz-Gelbe, Rot-Weiße zusammen.“ Dennoch habe sich der Fan-Talk mittlerweile zu einer touristischen Attraktion entwickelt: „Rund 30 bis 40 Gäste kommen bei jeder Sendung von weit außerhalb. Bei einer der letzten Ausstrahlungen habe ich zwei Männer aus dem Chiemgau kennengelernt. Die sind 1400 Kilometer an einem Tag hin und zurück gefahren.“ Den Werbeeffekt für Rüttenscheid ist kaum schätzbar: Allerdings dürfte der Stadtteil dank des Talks mittlerweile Fußballfans in ganz Deutschland bekannt sein.

Die dritte Staffel startet pünktlich zum Freundschaftsspiel „A Tribute to Otto Rehhagel“, bei dem am 6. August Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße gegen Werder Bremen antritt – wenn der Wasserschaden bis dahin behoben ist. „Wir planen Live-Schalten zum Stadion. Als Gesprächspartner bei uns werden Mario Basler und Rolf Töpperwien sowie natürlich Stammgast Peter Neururer erwartet“, verrät Siepmann. Geändert hat sich die Moderation, nachdem sich Frank Buschmann von Sport1 getrennt hat.

Neues Moderatoren-Duo

An seine Stelle tritt das Moderatoren-Duo Thomas Helmer und Sascha Bandermann. „Das komplette Team drumherum, also Maske, Regie, Schnitt bleibt gleich. Das ist mittlerweile wie eine kleine Familie“, sagt Siepmann, der schon zur zweiten Staffel den Kohlenkeller für die Regie frei räumte. „Wir sind wohl die einzige Kneipe mit Live-Übertragung im Keller. Der Ü-Wagen vor der Tür war zu teuer und er hat natürlich auch viele Parkplätze gekostet“, so Siepmann.

Die Kneipe leitet übrigens seine Frau Kyung-Ae Siepmann: „Ohne ihre Herzlichkeit und Wärme würde das alles nicht funktionieren“, sagt Siepmann und beweist damit, dass sich bei ihm nicht alles ums runde Leder dreht. Wenngleich er den nächsten Streich schon ausheckt: „Copa Cabana an der Ruhr“ ist der Arbeitstitel, unter dem zurzeit das Public Viewing in der Grugahalle zur WM 2014 vorbereitet wird.

 
 

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