„Essen packt an“ will Brand-Opfern in Bergerhausen helfen

14 Menschen haben bei dem Brand am Montag ihr Zuhause verloren.
14 Menschen haben bei dem Brand am Montag ihr Zuhause verloren.
Foto: Stephan Witte
Die Gruppe „Essen packt an“ hat angekündigt, den Betroffenen des Wohnungsbrandes zu helfen. Dabei kann sie noch Unterstützung gebrauchen.

Bergerhausen..  Nach dem Brand an der Rellinghauser Straße am vergangenen Montag, bei dem 14 Menschen ihr Zuhause verloren, laufen erste Hilfsaktionen an. Noch sei es schwierig, Kontakt zu den Betroffenen zu knüpfen, da sie – anders als beim Brand an der Hamburger Straße in Frohnhausen im Juli – wenig Kontakt untereinander hätten, erklärt Markus Pajonk, Koordinator von „Essen packt an“.

Die Gruppe wolle aber auch im aktuellen Fall gern helfen. „Wir haben über eine Betreuerin Kontakt zu der Familie mit afrikanischem Hintergrund. Kontakt zu den anderen Familien versuche er über das Sozialamt aufzunehmen. Zwei bis vier günstige Wohnungen könnten ebenfalls sofort vermittelt werden. Ob sie den Bedürfnissen der Betroffenen entsprächen, sei noch nicht klar. „Wir wissen noch nichts über den Raumbedarf und die finanziellen Möglichkeiten der Leute“, erklärt Pajonk.

„Essen packt an“ habe noch sechs Lager mit Kleidung, Spielsachen und Haushaltwaren, die aber aktuell alle aufgelöst würden. Ein Teil der Sachen stamme aus der Sammelaktion in Frohnhausen. Engpässe gebe es allerdings bei Männerkleidung in kleinen Größen. Betroffene des Bergerhauser Brandes könnten sich mit Wunschlisten an die Gruppe wenden und das Nötigste erhalten. Geplant sei auch eine eintägige Sammelaktion.

Finanzielle Soforthilfe können Betroffene über den Verein Regenbogenwald erhalten. Dieser kümmert sich seit 17 Jahren um Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, die in Not geraten sind. Oft könnten Menschen nach einem Brand nichts kaufen, weil Scheckkarten verbrannt seien, erklärt Stefanie Richter. Sie organisierte bereits die Hilfe für die Frohnhauser Opfer mit. Der Verein, der inzwischen überregional agiere, erarbeite gerade einen Leitfaden, wo man zum Beispiel wichtige Unterlagen deponiere. Seit dem Frohnhauser Brand seien dort 430 Menschen registriert, die helfen wollten. Weitere Informationen zum Verein gibt es hier.

 
 

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