Ein virtuelles Klassenzimmer

Nur mit 3-D-Brillen können die Schüler den neuen Cyber-Classroom nutzen..
Nur mit 3-D-Brillen können die Schüler den neuen Cyber-Classroom nutzen..
Foto: WAZ FotoPool
Die Albert-Einstein-Realschule hat jetzt ein virtuelles Klassenzimmer. Gesponsert durch die Firma Evonik, können Schüler und Lehrer den neuen Cyber-Classroom jetzt im Chemie-Unterricht nutzen, um Moleküle, Reaktionen und Aggregatszustände zu betrachten.

Rellinghausen..  Wenn es um Aggregatszustände, chemische Reaktionen oder das Verhalten von Molekülen geht, steigen viele Schüler konzentrationsmäßig gern mal aus. Das soll sich an der Albert-Einstein-Realschule jetzt ändern. Im Zeitalter von Wii-Station und 3-D-Filmen fällt den Schülern die Bedienung des neuen Cyber-Classrooms nicht schwer. Der Blick durch die 3-D-Brille ermöglicht ihnen spannende Einblicke in die Welt der Chemie, aber auch der Mathematik und Physik.

Zwei Essener Schulen

Dank der Unterstützung der Firma Evonik können die Lehrer jetzt modernste Technik nutzen, um den Schülern die Welt der Teilchen dreidimensional näherzubringen. „Die Schüler erfahren so, dass ein Wii-Gerät nicht nur zum Spielen da ist, sondern durchaus auch helfen kann, Chemie besser zu begreifen“, so Hans-Georg Kreul von der Evonik-Kommunikationsabteilung.

„Ein solches Gerät ist für Schulen ohne Sponsoring nicht finanzierbar“, erklärt Ulrike Liebenau, Leiterin der Albert-Einstein-Realschule. Diese wurde - wie auch die Elsa-Brändström-Realschule - von dem Unternehmen mit dem Cyber-Classroom ausgestattet. Bundesweit sind es acht Schulen, die diese spezielle Unterstützung erhalten.

Zur offiziellen Übergabe des Cyber-Classrooms in der Albert-Einstein-Schule waren auch Vertreter der Elsa-Brändström-Schule gekommen, die bereits seit Ende letzten Jahres mit dem Gerät arbeitet. „Das Tolle daran ist, dass man nicht nur vorgegebene Module nutzen, sondern auch selbst welche entwickeln kann, die genau zum Unterricht passen. Die werden dann von der Entwicklerfirma Visenso umgesetzt“, berichtet Michael Wolf, Leiter der Elsa-Brändström-Schule, von seinen positiven Erfahrungen.

Der Cyber-Classroom ist als Ergänzung gedacht, die Versuche im Chemie-Unterricht ersetzt er nicht. Aber gerade schwer vorstellbare, nicht sichtbare Sachverhalte, zum Beispiel das Kreisen der Teilchen um einen Kern, das ungeordnet und nicht etwa in kreisförmigen Bahnen verläuft, macht der Cyber-Classroom greifbarer.

Ganz uneigennützig sieht man die Schulpatenschaften bei Evonik natürlich nicht: „Wir wollen schon den Nachwuchs für Themen aus unserem Bereich begeistern“, sagt Kreul.

 
 

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