Crypto-Party – wie digitale Fußspuren verwischt werden

Bernd Grell (l.) gehörte zu den Teilnehmern der Crypto-Party.
Bernd Grell (l.) gehörte zu den Teilnehmern der Crypto-Party.
Foto: WAZ FotoPool
Die „Crypto-Party“ des Chaos Computer Clubs in Essen stieß auf großes Interesse. Immer mehr Menschen treibt die Frage um, wie sie sich im Internet bewegen können, ohne überall ihre Spuren zu hinterlassen. Vor allem die so genannte Generation der „Silversurfer“ mag sich nicht ausspionieren lassen.

Essen. Nicht erst seit Edward Snowden und dem NSA-Skandal treibt immer mehr Menschen die Frage um, wie sie sich im Internet bewegen können, ohne überall ihren digitalen Fingerabdruck zu hinterlassen. Wie sehr das Thema die Menschen beschäftigt, bewies nicht zuletzt der große Andrang bei der „Crypto-Party“ zu der der Essener Chaos Computer Club eingeladen hatte.

Mehr als 30 Technikinteressierte füllten die erst kürzlich erweiterten Vereinsräume an der Sibyllastraße, um sich über wasserdichte Passwörter, Verschlüsselungstechniken und sicheres Surfen zu informieren – kurzum die digitale Kryptographie. Unter ihnen fanden sich viele sogenannter „Silver-Surfer“ – jener Generation 60plus also, die aktiv das Internet nutzt.

Wie man sich schützen kann

„Online-Banking, E-Mail – ich bin regelmäßig im Internet unterwegs. Die Zeiten aber werden kritischer, man wird unsicher, wer was von mir weiß“, so etwa Dietrich Lehmann (77) aus Bergerhausen. Ein Gefühl, das auch Bernd Grell (64) aus Rüttenscheid teilt. Er fühle sich zwar nicht gläsern, könne aber nicht einschätzen, inwieweit er für mögliche Späh-Angriffe gefährdet sei.

Genau dort setzt der Chaos Computer Club an. „Auch ohne tiefgehendes technisches Vorwissen wollen wir zeigen, wie man sich schützen kann. Wir sind selbst überrascht über den Andrang und würden gerne weitere Veranstaltungen auf die Beine stellen“, so Janik Seitzer vom Chaos Computer Club. Zudem wurde vor kurzem eine Werkstatt für Hobby-Elektronik-Bastler eingerichtet.

 
 

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