BMV-Theater-AG beschäftigt sich mit dem Thema Liebe

Die Theater-AG der BMV-Schule freut sich auf die Premiere.
Die Theater-AG der BMV-Schule freut sich auf die Premiere.
Foto: WAZ Fotopool
Die Elftklässlerinnen der BMV-Schule präsentieren das Stück „Eine unmögliche Liebe“. Das Musical dreht sich um klassische Helden und um ein modernes Paar. Am Sonntag feiert das Stück in der Aula an der Bardelebenstraße Premiere.

Essen-Holsterhausen..  „Nein Judith, das hast Du doch schon besser gemacht. Deinen Text darfst Du nicht im Abgehen sprechen, sonst kommt der nicht an“, korrigiert Deutschlehrer Klaus H. Jägersküpper und lässt die beiden jungen Damen auf der Bühne noch einmal die letzten Passagen wiederholen. Ein paar Proben kommen noch bis zur Premiere des diesjährigen Stücks der Theater-AG der BMV-Schule am kommenden Sonntag. Und bis dahin werden auch die Zeilen aus dem Schlager „Ich will nen Cowboy als Mann“ bei den Elftklässlerinnen Judith und Saadet passgenau sitzen. Diesmal steht nämlich Liebe auf dem Spielplan.

Und zwar genauer gesagt „Eine unmögliche Liebe“, frei nach Friedrich Schillers Kabale (Intrigen) und Liebe. „Wir haben schnell festgestellt, dass das Original für uns einen viel zu musealen Charakter hat und bei den Zuschauern sicher nicht mehr so funktioniert“, berichtet Klaus Jägersküpper, der seit 1983 in jedem Jahr zwischen einem und drei Stücke mit seinen Schülerinnen auf die Bretter legt. Und ihnen dabei einen größtmöglichen kreativen Freiraum lässt. „Wir haben ein paar Schlüsselszenen aus dem Schillerstück genommen und die mit einer zweiten Handlung ergänzt, die in der Gegenwart spielt“, erläutert Jule Zirger (16).

Wie viele ihrer Schauspiel-Kolleginnen wird sie nicht nur auf der Bühne sprechen, spielen und singen, sondern hat auch noch am Text mitgefeilt. So kommt zu den klassischen Helden Luise und Ferdinand – ohne Happy End – auch noch die moderne Liebe von Luisa und Fred – mit Happy End – zuzüglich Gesangseinlagen mit Stücken von Aretha Franklin oder Carly Simon, zuzüglich einiger rezitatorischer Szenen: „Da sind unheimlich viele eigene Ideen von uns mit dabei“, berichtet Louisa Nosch (16). Sie hat auch noch zusätzlich am Design des Programmheftes mitgearbeitet.

Dass Lehrer Klaus Jägersküpper mit dem Thema der unmöglichen Liebe bei seinen Schülerinnen offene Türen einrennen würde, war auch ihm vorher klar. „Da kommt natürlich eine Menge an Alltagserfahrung heraus“, sagt er und muss schmunzeln – als Lehrer hat er sich geflissentlich aus diesem kreativen Prozess herausgehalten. Fettnäpfchengefahr!

Das konnte er allerdings auch, schließlich stand seine aktuelle Theater-AG nicht zum ersten Mal auf der Bühne. Im vergangenen Jahr hatte er mit denselben Mädchen bereits „Die Praktikantinnen“ inszeniert. Und so hält sich die Aufregung vor der Premiere des Stücks bei den Gymnasiastinnen auch in Grenzen. Jule Zirger: „Das ist diesmal nicht so dramatisch.“ Und ein paar Proben hat man ja noch.

Das Stück „Eine unmögliche Liebe“, frei nach Friedrich Schiller, kann man am Sonntag, 6. April, 18 Uhr, sowie am Dienstag, 8. April, 19.30 Uhr, und am Mittwoch, 9. April, 19.30 Uhr, in der Aula der BMV-Schule, Bardelebenstraße 9, besuchen.

Karten gibt es an der Abendkasse oder an der Pforte der Schule zum Preis von 3,50/2 Euro. Infos unter 8 70 22 54.

 
 

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