Arbeiten für Büroneubau „Silberkuhlsturm“ sind gestartet

So soll der Büroneubau „Silberkuhlsturm“ nach seiner Fertigstellung aussehen. Geplante Fertigstellung ist im Oktober 2017.
So soll der Büroneubau „Silberkuhlsturm“ nach seiner Fertigstellung aussehen. Geplante Fertigstellung ist im Oktober 2017.
Foto: Ingo Beckmann/Kölbl Kruse
Nach der Fertigstellung des Neubaus im Gruga-Carree Oktober 2017 soll an den historischen Turm erinnert werden, der im 15. Jahrhundert entstanden ist.

Essen-Rüttenscheid.. Im Gruga-Carree sind in dieser Woche die ersten Arbeiten für das neue Bürogebäude „Silberkuhlsturm“ gestartet. Bis voraussichtlich Mitte Januar laufen nun zunächst die Erdarbeiten für den knapp 12.000 Quadratmeter Grundfläche umfassenden Büroneubau.

Mitte März sollen die Rohbauarbeiten beginnen können. Die Gesamtfertigstellung ist für Ende Oktober 2017 geplant. Einer der Ankermieter steht schon länger fest: So wird der internationale Energiedienstleister Ista seinen Unternehmenssitz vom Grugaplatz in den „Silberkuhlsturm“ verlagern. Der insgesamt sechs Geschosse umfassende Neubau entsteht nach Plänen des Hamburger Architekturbüros Borchardt und Nentwig.

Mit dem aktuellen Neubauprojekt soll die Entwicklung des Areals, auf dem früher das Grugastadion und die Festwiese angesiedelt waren, abgeschlossen werden. Darüber hinaus kann die gesamte Fläche aber auf eine weit längere und bedeutende Geschichte zurückblicken.

Fundament im Jahr 2001 entdeckt

So geht die Bezeichnung „Silberkuhlsturm“ zurück auf das historische Fundament des Grundstücks. Bereits im Sommer 2001 wurden bei Erdarbeiten auf dem Baugrundstück Fundamente des mittelalterlichen „Silberkuhlsturms“ freigelegt.

Die Entstehung des Turms wurde auf das 15. Jahrhundert datiert. In der näheren Umgebung des Turms, der sogenannten Silberkuhle, soll silberhaltiges Erz gefördert worden sein, das dann in dem Turm gelagert wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Turm bis auf seine Fundamente abgetragen. Diese verschwanden in den folgenden Jahren unter meterhohen Schuttschichten in der Erde. Seit 2010 liegt das Bodendenkmal geschützt unter der Erde und kann daher nicht besichtigt werden. Der „Silberkuhlsturm“ gilt heute als Zeugnis einer der Keimzellen des frühen Essener Bergbaus.

Da er zu tief unter der Erde liegt, ist nach Angaben des Projektentwicklers Kölbl Kruse nicht geplant, den Turm frei zu legen. Derzeit werde ein Konzept entwickelt, das angemessen an den historischen Turm erinnern und im nächsten Jahr vorgestellt werden soll.

 
 

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