Suche nach Pierre Pahlke – Polizei schweigt zu Spürhunden

Am Sonntag, 3. November, kamen die „Mantrailer“ auf der Suche nach Pierre Pahlke auch auf und an der Autobahn 3 im Kreis Wesel zum Einsatz.
Am Sonntag, 3. November, kamen die „Mantrailer“ auf der Suche nach Pierre Pahlke auch auf und an der Autobahn 3 im Kreis Wesel zum Einsatz.
Foto: WAZ
Speziell ausgebildete Spürhunde führten die Ermittler im Fall des vermissten Pierre Pahlke zu mehreren Wohnungen – und nun sogar auf Autobahnen, auf denen der 21-Jährige höchstens im Auto unterwegs gewesen sein könnte. Zu den Spürnasen macht die Polizei keine Angaben.

Essen. Suchhunde führten die Ermittler der Polizei Essen am Wochenende von Essen-Kray über die A 40 zum Kreuz Kaiserberg in Duisburg und von dort aus über die A 3 Richtung niederländische Grenze. Auf der Suche nach dem seit Mitte September vermissten Pierre Pahlke (21) setzt die Polizei immer wieder „Mantrailer“ ein. Zu den Hunden, die sogar nach Wochen noch wahrnehmen sollen, wo ein vermisster Mensch in einem Auto unterwegs war, macht das Präsidium keine näheren Angaben.

Wie viele Teams aus Hund und Mensch nach Pierre suchen, will die Pressestelle so aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Nur so viel: Auch wenn die Polizei eigene „Mantrailer“ unter ihren Hunden hat, „haben wir für diese Suche Hunde von Privatbesitzern ausgesucht, weil sie für andere Spuren ausgebildet worden sind“, erklärt Polizeisprecher Peter Elke.

Details zu den Super-Spürnasen will er nicht nennen, „um die Aufklärung zukünftiger Fälle nicht zu gefährden“.

Hunde führten Ermittler zu mehreren Wohnungen

Elke bestätigt aber, dass Polizeibehörden mit Hilfe der „Mantrailer“ bereits Vermisste wiedergefunden hätten. Im Fall des geistig behinderten Pierre Pierre laufe die Arbeit mit den Tieren die ganze Zeit über, sie gehen auch anderen Spuren nach. Die Personen-Spürhunde sind in der Lage, verschiedenen Gerüche von Menschen zu unterscheiden.

Einer der speziell ausgebildeten Hunde hatte die Ermittler Anfang Oktober auch in die Wohnung eines Mannes geführt, der als tatverdächtig galt. Die Räume in Frillendorf liegen nur wenige hundert Meter entfernt von dem „Netto“-Markt, in dem der geistig zurückgebliebene Pierre am 17. September zuletzt gesehen worden war. Der Mieter wurde als Tatverdächtiger festgenommen, verhört, dann aber wieder freigelassen. Er sei nicht dringend tatverdächtig. Genauere Angaben wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Polizeisprecher Peter Elke sagte damals, die Hunde hätten die Ermittler zu „einer Vielzahl von Wohnungen“ geführt. „Es ist nur eine Spur von vielen, der wir zur Zeit nachgehen.“ (sag)