Studie aus Essen belegt, wie Yoga Bauchfett reduziert

Foto: OH
Fachbesucher bei internationalem Gesundheits-Congress für Integrative Medizin in Las Vegas hörten bei der Präsentation erstaunt zu.

Essen.. Die mehreren hundert Fachbesucher aus aller Welt, die in Las Vegas den „International Congress on Integrative Medicine and Health“ besuchten, hörten dem Gast aus Essen gespannt zu. Dr. Holger Cramer von den Kliniken Essen-Mitte präsentierte bei der weltweit wichtigsten Tagung für Integrative Medizin die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Studie „Yoga und Bauchfett“.

Cramers Ergebnisse belegen die gesundheitsfördernde Wirkung von Yoga: Fettleibigkeit, Übergewicht und Bauchumfang wurden reduziert, neben Muskeln nahmen Wohlbefinden und Selbstwertgefühl bei den Teilnehmerinnen zu.

„Viele Zuhörer hätten nicht erwartet, dass Yoga schnell und effektiv gegen Übergewicht helfen kann. Es ist die Kombination aus Entspannung und Ernährung, die den Unterschied macht“, so Dr. Holger Cramer, Forschungsleiter an der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin. In die Studie war auch Prof. Gustav Dobos eingebunden, der an der Uni Duisburg-Essen den ersten deutschen Lehrstuhl für Naturheilkunde mit Schwerpunkt Integrative Medizin besetzt.

Dr. Holger Cramer hatte für die Yoga-Studie 40 Frauen untersucht. 20 veränderten ihr Bewegungsverhalten nicht. 20 besuchten drei Monate zwei intensive 90-Minuten-Yoga-Einheiten pro Woche. Das Ergebnis: Yoga ist mehr als etwas rumstehen, etwas bewegen, etwas strecken, etwas entspannen. Bei den 20 aktiven Frauen reduzierte sich das Gewicht und verbesserte sich der Body-Mass-Index. Die Muskelmasse nahm zu. Bei einem Drittel der Teilnehmerinnen ging der Bauchumfang um fünf Prozent zurück. Damit reduzierte sich auch das Herzinfarktrisiko.

Die Essenerin Renate Schramm nahm während der Studie neun Kilogramm ab und reduzierte ihren Bauchumfang um sieben Zentimeter. „Ich fühle mich besser, fitter und mache jetzt jeden Morgen eine halbe Stunde Yoga. Und wenn ich Stress habe, weiß ich, mit welchen Übungen ich entspannen kann“, sagt die 63-Jährige, deren Mann auch mitmacht. „Anfangs war es ihm unangenehm, er hat seiner Mutter gesagt, wir machen Sport. Jetzt steht er dazu und sagt: Wir machen Yoga.“

Für eine Studie, die den Einfluss von Yoga auf Kopfschmerzen bei Jugendlichen untersucht, suchen die Kliniken Essen-Mitte Jugendliche (12 bis 16 Jahre), die an Spannungskopfschmerz und/oder Migräne leiden. Kontakt: 0201-174-13152 und studien-nhk@kliniken-essen-mitte.de

 
 

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