Stratmanns-Theater: seit über 20 Jahren Doktors Praxis

Das letzte Jahr war im Stratmanns-Theater im Europahaus ein Jubiläumsjahr. Aber statt rauschende Parties zu schmeißen, hat Hausherr Ludger Stratmann das gemacht, was er dort seit immerhin 20 Jahren macht. Die kabarettistische Praxis öffnen, Menschen unterhalten und wieder mal ein neues Programm herausbringen. „Pathologisch“ ist das 6. Programm und wie all seine Vorgänger läuft es regelmäßig vor ausverkauftem Haus.

Lesung und Zauberei

In 60 bis 70 Vorstellungen pro Jahr steht Ludger Stratmann mit dem Vorgänger „Dat Schönste“ und mit „Pathologisch“ auf der Bühne. Allmählich aber, findet der 67-jährige praktizierende Gemüts-Aufheller, sollen aber auch mal die anderen ran. So dürfte in den nächsten Jahren das ein oder andere Gastspiel im Stratmanns-Theater dazu kommen. Derzeit kalkuliert Stratmann-Sohn Philipp neben den hauseigenen Produktionen mit etwa 20 bis 25 Gastspielen pro Jahr. Unterm Strich kommt dabei eine stattliche Summe zusammen. Die 143 Veranstaltungen im Stratmanns besuchten 2015 35 000 Besucher.

Viele Künstler sind längst Stammgäste wie Kai Magnus Sting oder der quirlige Hannes Bender, der die Dernier seines Klein-Laut-Programm am 30. April im Europahaus feiert. Während der etwas größer gewachsene Kollege Torsten Straeter die Premiere seines neuen Programmes am 15. September im Stratmanns Theater präsentiert. Immer wieder gern gesehen am Kennedyplatz: Jochen Malmsheimer, der Essen am 15. März und 13. Mai mit einer Erkenntnis überrascht: „Ich bin kein Tag für eine Nacht.“ „Frisch von der Halde“ kommt das neue Programm von Fritz Eckenga, das am 26. Februar im Stratmanns Theater Essen-Premiere hat.

Neue Gäste gibt es auch: So wird Benjamin von Stuckard-Barre mit der Lesung „Panikherz“ am 21. April erstmals im Europahaus gastierten, Magier Thimon von Berlepsch verwandelt das Haus am 23. April erstmals in eine Zauberbühne. Und die hauseigenen Produktionen erfreuen sich weiterhin großen Zuspruchs. Die „Strammen Jungs“ und der Mädelsabend haben seit kurzem noch mit „Welcome Elvis“ Verstärkung bekommen. Und der Cavemann hat schon seit 2002 im Europahaus eine Heimat.

 
 

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