Stiftsquelle steigt in den Markt der Bio-Mineralwässer ein

Geschäftsführer Sebastian Brodmann mit dem neuen Bio-Mineralwasser, das Stiftsquelle unter dem Namen „Landpark“ auf den Markt bringt.
Geschäftsführer Sebastian Brodmann mit dem neuen Bio-Mineralwasser, das Stiftsquelle unter dem Namen „Landpark“ auf den Markt bringt.
Foto: Funke Foto Services
  • Stiftsquelle bringt ein Bio-Mineralwasser heraus
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Essen/Dorsten.. Bio ist hipp und beschert Herstellern und Handel immer mehr Umsätze. Auf den Trend springt jetzt auch der Essener Mineralbrunnen Stiftsquelle auf und bringt erstmals ein Bio-Mineralwasser unter der Marke „Landpark“ auf den Markt. Da wiegt vielleicht der ein oder andere Verbraucher irritiert den Kopf und fragt sich: Sind Mineralwasser nicht immer bio, weil sie natürlich rein sein müssen?

Geschäftsführer und Mitinhaber der Stiftsquelle, Sebastian Brodmann, muss Überzeugungsarbeit und Aufklärung leisten, wo die Unterschiede liegen. Es gehe beim Thema Bio nicht nur darum, was in der Flasche ist, sondern auch um soziale sowie Umwelt-Aktivitäten, zu denen sich das Unternehmen verpflichten muss.

Das gleiche Mineralwasser

Denn klar ist: Verbraucher trinken mit „Landpark“ das gleiche Mineralwasser, das Stiftsquelle ohnehin bisher aus seiner Quelle in Dorsten gefördert hat. Allerdings hat der Abfüller sein Bio-Mineralwasser auf mehr Inhaltsstoffe testen lassen, als es die Mineral- und Tafelwasserverordnung vorsieht. Um das Bio-Siegel tragen zu dürfen, gelten zudem deutlich geringere Grenzwerte zum Beispiel bei Natrium. Auch muss es frei von Pestizid-Rückständen aus der Landwirtschaft sein. „Unser Wasser war schon immer gut, doch bislang konnten wir den Mehrwert nicht darstellen“, sagt Brodmann. Das Bio-Siegel, das Stiftsquelle verwendet, hat jedoch nichts mit dem EU-bekannten Siegel zu tun. Dahinter steckt eine Selbstverpflichtung der angeschlossenen Abfüller. Brodmann schätzt, dass etwa 30 Prozent aller deutscher Mineralwässer diese Qualitätskriterien erfüllen würden.

Für eine bessere Öko-Bilanz druckt Stiftsquelle zudem die Etiketten auf Recycling-Papier und liefert das Wasser in der Standard-Pfandglasflasche aus, so dass Kunden das Leergut überall abgeben können. Außerdem soll das Wasser nur im Umkreis von etwa 100 Kilometern vertrieben werden.

Bislang zeichnen sich die Bio-Wässer anderer Hersteller vor allem durch deutlich höhere Preise aus. Auch Landspark wird teurer sein als das Stiftsquelle-Wasser, „aber nur 50 Cent bis ein Euro pro Kasten“, sagt Brodmann. Dafür verpflichtet sich das Unternehmen außerdem, eine bestimmte Ausbildungsquote zu erfüllen und sich in der Region für Umweltschutzmaßnahmen rund ums Wasser einzusetzen.

 
 

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