Essen

„Steeler Jungs“: Polizei Essen ermittelt wegen Hitlergrüßen auf rechter Demo

Bei der „Steeler Jungs“ Demo in Essen-Steele hat eine Person den Hitlergruß gezeigt. (Symbolbild)
Bei der „Steeler Jungs“ Demo in Essen-Steele hat eine Person den Hitlergruß gezeigt. (Symbolbild)
Foto: imago

Essen. Der 21. März ist der internationale Tag gegen Rassismus. Deswegen hat das Bündnis „Essen stellt sich quer“ zur Demo „Auf die Straße gegen Rassismus“ in Essen-Steele aufgerufen. Auch die „Steeler Jungs“, eine rechtsgesinnte Essener Gruppierung, hat sich auf dem Kaiser-Otto-Platz versammelt, um gegen zu demonstieren.

Gegen 17 Uhr fingen die Demo-Teilnehmer beider Lager an, sich langsam auf dem Kaiser-Otto-Platz zu versammeln. Die „Essen stellt sich quer“-Demo war für 17.30 Uhr angekündigt. Die „Steeler Jungs“ Demonstration fing etwas später gegen 18.15 Uhr an.

„Steeler Jungs“ Demo: eine Person zeigt Hitlergruß

Nach etwa 45 Minuten beendeten die „Steeler Jungs“ gegen 18.57 Uhr ihre Demonstration. Allerdings nicht, ohne erneut negativ aufzufallen. Während der Demo fiel eine Person auf, die aus der Menge den Hitlergruß zeigte. Die Polizei ermittelt jetzt gegen diese Person.

Die Twitter-Seite von „Essen stellt sich quer“ vermeldete, es sei eine Frau gewesen. Das ist von Seiten der Polizei Essen bis jetzt noch nicht bestätigt.

Weitesgehend friedlicher Verlauf von beiden Demos

Die Demo um die „Steeler Jungs“ war mit 130 Teilnehmern vor Ort. Die „Essen stellt sich quer“ Demonstration dauert zur Zeit noch an (Zeitpunkt 20.15 Uhr) und zählt 150 Teilnehmer.

Bis auf die gezeigten Hitlergrüße verliefen die beiden Demos friedlich. Es gab keine Ausschreitungen.

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Oberbürgermeister Thomas Kufen spricht sich gegen Rassismus aus

Oberbürgermeister Thomas Kufen zeigt sich über die Entwicklungen in Essen-Steele zunehmen besorgt: „Die Zuspitzung und Verunsicherung im Stadtteil Essen-Steele beobachte ich mit Sorge. Wie Steele steht unsere gesamte Stadt für eine offene und tolerante Gesellschaft. In Essen leben traditionell Menschen aus vielen Kulturen und Herkunftsländern friedlich zusammen. Ich werde alles daran setzen, dass das auch so bleibt“.

Vorsitzender des Integrationsrates: „Wir müssen bestehende Vorurteile abbauen“

Ebenfalls hat sich der Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Essen, Miguel Martin González Kliefken, gegen Diskriminierung ausgesprochen: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, zu verbinden und Begegnungen zu schaffen. Gerade auf Stadtteilebene müssen wir differenzieren, das Gespräch suchen und im täglichen Zusammenleben respektvoll miteinander umgehen. Nur so können wir bestehende Vorurteile und Ängste abbauen und unsere Gemeinschaft stärken“. (ses)

 
 

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