Stadtgarten-Besucher vermissen die bronzene Fee

Doch in diesem Jahr war die Bronze plötzlich verschwunden
Doch in diesem Jahr war die Bronze plötzlich verschwunden
Foto: Jochen Niehaus
„Die Fee“ des Bildhauers Wilhelm Nida-Rümelin aus dem Jahr 1905 ist das älteste Kunstwerk im Essener Stadtgarten. Warum die Skulptur verschwunden ist.

Essen.. Für die Besucher im Stadtgarten ist sie eine vertraute Größe und seit vielen Jahren eine Augenweide. „Die Fee“ des Bildhauers Wilhelm Nida-Rümelin aus dem Jahr 1905 ist das älteste Kunstwerk der städtischen Grünanlage. Deshalb sorgte sich nicht nur Besucher Jochen Niehaus, als die Bronze eines Tages von ihrem Sockel verschwunden war. Mit dem Abbau von Thomas Schüttes „Ganz großen Geistern“ durch den Essener Sammler Thomas Olbricht war die Debatte um die Sicherheit der Kunst im öffentlichen Raum ja gerade neu entbrannt. Sollten sich skrupellose Metalldiebe am Ende an der Skulptur vergriffen haben?

Sabine Peretzke, im Essener Kulturbüro zuständig für die Kunst im öffentlichen Raum, kann Entwarnung geben: Die träumerische Figur des Bildhauers Nida-Rümelin hatte, flapsig formuliert, eine Schraube locker. So habe man sich entschieden, die Fee abzubauen und zur Restaurierung ins Atelier zu bringen, erklärt Peretzke. Dort wird die Kunst derzeit eingelagert und mit innenliegenden Ketten noch etwas standfester und am Ende wohl auch diebstahlsicherer gemacht. Peretzke jedenfalls will den Essenern auch künftig ein möglichst breites Kunst-Spektrum bieten: „Ich wünsche mir, dass solche Skulpturen stehen bleiben und weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sind.“ Im Sommer kommt die Fee also, fest verschraubt, in den Stadtgarten zurück.

 
 

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